Mittelschule Dachelhofen: Änderungen bei der Nachmittagsbetreuung

Die Mittelschule Dachelhofen will zum neuen Schuljahr die gebundene durch eine offene Ganztagsschule ersetzen und so den Eltern mehr Flexibilität ermöglichen. Der Schwandorfer Stadtrat stimmte dem Antrag mit klarer Mehrheit zu.
Im März war laut Peter Habermeier, Sachgebietsleiter Kämmerei und Steuerwesen, der Antrag der Schule bei der Stadtverwaltung eingegangen, die gebundene in eine offene Ganztagsbetreuung umzuwandeln. Im Vorfeld hatte die Schule nach seinen Worten eine Umfrage zur Bedarfsermittlung bei den Eltern gestartet.
Das Ergebnis: Bis März bekundeten 37 Eltern Interesse an dem flexiblen Betreuungsangebot – für 19 Kinder an vier Tagen, für fünf Kinder an drei und für 13 Kinder an zwei Tagen in der Woche. Inzwischen hat sich die Zahl der Interessenten noch leicht auf 40 erhöht, wie Schulleiter Christian Ernstberger auf Anfrage unserer Zeitung informierte.
Eltern wollen Betreuung in offener, flexiblerer Form
Laut Ernstberger hatte es sich zuletzt abgezeichnet, dass das bisherige Betreuungsangebot nicht mehr so gefragt war. Im laufenden Schuljahr kam nach seinen Angaben nur noch in der sechsten Jahrgangsstufe eine gebundene Ganztagsgruppe zustande. Bei den Fünftklässlern reichte die Zahl der Anmeldungen nicht aus. Trotzdem gebe es nach wie vor Eltern, die ein Betreuungsangebot wünschten – nur eben in offener, flexiblerer Form.
Kinder, die auch künftig auf eine gebundene Ganztagsschule angewiesen sind, müssen nach den Worten Ernstbergers deswegen aber nicht auf der Strecke bleiben. Für sie besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Mittelschulverbunds an die Kreuzbergschule auszuweichen, wo es ein gebundenes Ganztagsangebot in allen Jahrgangsstufen gibt.
Überwiegend Zustimmung zum Antrag der Schule Dachelhofen
Im Stadtrat herrschte weitgehend Einigkeit über den Antrag der Mittelschule. SPD-Stadträtin Ulrike Roidl verwies auf den allgemeinen Trend zur offenen Ganztagsschule, die einfach flexibler sei als die gebundene Form. Alfred Damm (ÖDP) stimmte dem Antrag ebenfalls zu: „Anscheinend ist das der Wunsch der Eltern, und das ist entscheidend.“
Lediglich SPD-Fraktionschef Franz Schindler lehnte am Ende die Umwandlung des Betreuungsangebots in eine offene Ganztagsschule ab. „Die gebundene Ganztagsschule ist qualitativ höherwertig.“ Ein Wechsel widerspreche der Verpflichtung zu einer möglichst guten Förderung der Schulkinder, gab er zu bedenken.