Nach langem Warten: Schwandorfs Stadtteil Kronstetten bekommt wieder einen Spielplatz

Von Jan Lange · 20. Mai 2025 um 11:00

Seit Längerem wünschen sich die Familien in Kronstetten wieder einen Spielplatz. Nach intensiven Bemühungen hat die Stadt Schwandorf nun eine Lösung gefunden. Die kommt bei den Kindern und Eltern gut an.

Gut eineinhalb Jahren musste der Nachwuchs in Kronstetten ohne öffentlichen Spielplatz auskommen. Damals war der Stadt Schwandorf das Pachtgrundstück an der Birkenstraße, auf dem sich ein Spielplatz befand, gekündigt worden. „Wir mussten die Spielgeräte schnell abbauen“, blickt Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) auf die Situation zurück. Der Spielplatz musste so zügig aufgelöst werden, dass der Stadt keine Zeit geblieben sei, eine Alternative zu finden, so der Rathauschef.

Zentrale Lage war bei der Suche nach dem passenden Grundstück wichtig

Für die Stadt habe aber sofort festgestanden, dass es wieder einen Spielplatz in Kronstetten geben soll. Der OB beauftragte Wirtschaftsförderer Armin Rank, ein passendes Grundstück zu finden. Laut Rank gab es verschiedene Kriterien bei der Suche. So sollte sich die Fläche nicht am Ortsrand befinden, auch nicht an der Bundesstraße liegen, sondern eher zentral und der Zuschnitt musste passen. „Drei oder vier Grundstücke kamen infrage“, berichtet Rank. Während einige Eigentümer ihre Flächen nicht zur Verfügung gestellt hätten, sei Familie Schmidt dazu bereit gewesen. Und so konnte der OB am Montag verkünden: Kronstetten bekommt wieder einen Spielplatz. Eine Fläche an der Schlehenstraße, unweit der früheren Mickisch-Villa, soll dafür genutzt werden.

Es hat keine Woche gedauert, als uns mitgeteilt wurde, dass es tolle Nachrichten gibt.

Lisa Götz, Mutter aus Kronstetten

Diese Nachricht hört Lisa Götz gern. Sie hatte seit dem Abbau des alten Spielplatzes wiederholt bei der Verwaltung angefragt, ob es eine Lösung gebe. Doch sie musste immer wieder vertröstet werden.

Der nächste Spielplatz befinde sich auf dem Weinberg. „Ich lasse meine Kinder nicht durch den Wald laufen“, meint Lisa Götz. Auch der Spielplatz beim Globus sei nicht ideal. Der Zustand sei nicht gut und zudem müssten die Kronstettener Kinder, um ihn zu erreichen, die Bundesstraße queren. Deshalb setzte sie sich weiter für eine Lösung im eigenen Ort ein.

Stadt will heuer noch erste Geräte bestellen

Als vor einigen Monaten ein Mädchen aus dem benachbarten Stadtteil Niederhof Unterschriften für einen Spielplatz in ihrem Ort sammelte, kamen Lisa Götz‘ Kinder auf die Idee, Gleiches auch für Kronstetten zu tun. Und so gingen Magdalena, Marie, Martin, Lara und Marina, unterstützt von weiteren Kindern, von Haus zu Haus, um Unterschriften für einen neuen Spielplatz in Kronstetten zu sammeln. 150 seien zusammengekommen, berichtet Lisa Götz. Vor zwei Wochen sei die Liste der Stadt zugesandt worden. „Es hat keine Woche gedauert, als uns mitgeteilt wurde, dass es tolle Nachrichten gebe und wir alle zum Pressetermin am 19. Mai kommen sollten“, erzählt Lisa Götz.

Etwa 50 Kinder und Eltern fanden sich am Montag am künftigen Standort des Spielplatzes ein. Ihnen versprach der OB, dass die Planungen noch in diesem Jahr finalisiert werden sollen.

Er liegt zentraler im Ort, das ist eindeutig besser.

Lisa Götz über den Standort des neuen Spielplatzes

„Wir wollen heuer auch die ersten Spielgeräte bestellen, damit wir das Vorhaben im Frühjahr umsetzen können“, kündigt der Rathauschef an. Er hoffe, dass man im Sommer 2026 in glückliche Kinderaugen schauen könne, wenn der neue Spielplatz übergeben wird.

Die Kinder aus Kronstetten hatten ein Plakat mit Fotos möglicher Spielgeräte gebastelt. - Foto: Jan Lange

Welche Spielgeräte es sein sollten, davon haben die Kronstettener Kinder genaue Vorstellungen. Sie haben ein Plakat mit den Fotos verschiedener Spielgeräte gebastelt, das sie Jürgen Diller von der Stadtplanung übergaben. Laut OB soll der Spielplatz Kinder- und Nestschaukel, Rutsche, Sandkasten, Karussell und Wipptiere bekommen. Es wird auch Sitzgelegenheiten geben, verspricht er. Und Bepflanzung soll für Schatten sorgen.

Die Vorfreude ist bei den Kindern und Eltern groß. Die Kleinen tollten am Montag herum, als wenn es den Spielplatz bereits geben würde. Und auch von den Eltern gibt es Lob. „Er liegt zentraler im Ort, das ist besser“, findet Lisa Götz.

Das Plakat mit den gewünschten Spielgeräten wurde an OB Andreas Feller und Jürgen Diller von der Stadtplanung übergeben. - Foto: Jan Lange

Schwandorfs Investitionen 2025 in Spielplätze:

Bereits realisiert: Austausch der Spielkombination beim Waldspielplatz am Weinberg (circa 20.000 Euro); neue Spielkombination und Nestschaukel an der Industriestraße (circa 16.000 Euro); neue Spielkombination in Kreith (circa 11.000 Euro) und Einrichtung eines Motorik-Parcours an der Gleiwitzer Straße (circa 14.000 Euro)

Noch geplant: neue Spielplätze in den Baugebieten Rothlinde (circa 30.000 Euro) und Hasenbuckel (circa 40.000 Euro) sowie Inklusionsspielplatz in Dachelhofen (550.000 Euro).