Die Kita-Beiträge in Schwandorf steigen wieder – Stadtrat stimmte einstimmig dafür

In Schwandorf werden künftig höhere Elternbeiträge für Kindergärten und Krippen fällig. Die bisherige Summe reiche schlicht nicht aus, um die finanzielle Situation der jeweiligen Träger zu verbessern, hieß es im Stadtrat. Für die Erhöhung, so wie von der Kämmerei vorgeschlagen, gaben die Stadträte nun einstimmig grünes Licht.
Schon zum 1. September 2023 und 2024 sind die Kita-Gebühren zuletzt angehoben worden. Doch offenbar ohne großen Erfolg. „Die Erhöhung hat die finanzielle Situation der Betriebsträger leider nicht beziehungsweise nur bedingt verbessern können“, sagte Peter Habermeier, Sachgebietsleiter Kämmerei und Steuerwesen. Eine weitere Erhöhung sei daher nötig.
Auch die Träger, die für die Krippen und Kindergärten in der Stadt zuständig sind, forderten diese Erhöhung. Bei einem Treffen am 18. März im Rathaus hätten sich „alle“ dafür ausgesprochen, heißt es in der Beschlussvorlage.
Schwierige Finanzlage bei den Kita-Trägern in Schwandorf
Die Träger hätten demnach plausibel dargelegt, „dass sich ihre Finanzlage weiterhin schwierig gestaltet und deshalb aus ihrer Sicht um eine erneute Anhebung kein Weg herumführt“. Das sei nicht zuletzt erforderlich, um „das weitere Fortbestehen ihrer Institutionen zu sichern und eine Schließung von Einrichtungen verhindern zu können“, wie es weiter heißt.
Die Stadt selbst hätte zwar theoretisch ein Veto-Recht. Doch könnten die Träger dennoch selbstständig ihre Beiträge erhöhen, ohne dass die Verwaltung dies verhindern könnte. Dann gebe es schlimmstenfalls eine „Ungleichheit der Entgelte im Stadtgebiet“.
Unter den Betriebsträgern besteht Einigkeit, dass die Erhöhung der Elternbeiträge unumgänglich ist, um das weitere Fortbestehen ihrer Institutionen zu sichern und eine Schließung von Einrichtungen zu verhindern.
Beschlussvorlage für den Stadtrat
Wie hoch die Beiträge im Einzelnen sind, hängt vom Alter und von den Stunden ab, die Kinder in der Einrichtung verbringen; bei Krippen geht es hingegen nur nach den Stunden. Die Spanne beginnt hier bei zwei bis drei Stunden (nur bei den Krippen) und endet bei neun bis zehn Stunden.
In jeder Stufe werden die Beiträge nun um 15 Euro angehoben. Ursprünglich standen sogar noch höhere Beiträge im Raum, wie Habermeier den Stadträten erklärte. Doch letztlich habe man einen Kompromiss gefunden, wonach der Beitrag um die besagten 15 Euro angepasst wird.
Eltern zahlen nur einen Teil der Beiträge
Ein Beispiel: Für das laufende Kindergartenjahr 2024/25 waren bisher 135 Euro pro Monat angesetzt, wenn das Kinder über drei Jahre alt ist und für fünf bis sechs Stunden betreut wird. Mit der Erhöhung steigt dieser Beitrag nun auf 150 Euro. Bei Kinder unter drei Jahren waren es bisher hingegen 190 Euro – wiederum bei fünf bis sechs Stunden pro Tag. Dieser Beitrag erhöht sich künftig also auf 205 Euro.
Dasselbe Prinzip gilt bei den Kinderkrippen: Wo der Betrag bisher bei 240 Euro lag, wenn das Kind für fünf bis sechs Stunden betreut wurde, werden fortan 255 Euro fällig.
Allerdings müssen die Eltern ohnehin nur einen Teil des Beitrags bezahlen. Denn für Kindergartenkinder über drei Jahren gibt es einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 100 Euro pro Monat und Kind. Der wiederum verrechnet sich mit den Beiträgen. Wenn künftig also 150 Euro bei fünf bis sechs Stunden fällig werden, bleiben bei den Eltern faktisch nur 50 Euro.
Auch für die Krippen gibt es Zuschüsse – aber nur, wenn die Eltern diese beantragen. Dafür müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, so gibt es eine Einkommensgrenze von 60 000 Euro. Wenn diese Summe überschritten wird, gibt es demnach keinen Zuschuss.
Die Stadträte haben in ihrer Sitzung einstimmig grünes Licht für die Erhöhung gegeben. Sie tritt nun zum 1. September 2025 in Kraft.