Statt Leerstand gibt es hier bald Lollis: Ein „Candy Shop“ zieht in die Regensburger Altstadt

Zuckerwatte, Bonbons, Gummibärchen und Trockenfrüchte: In seinem neuen Laden mitten in der Regensburger Altstadt will Hamma Kawa eine große Bandbreite an hochwertigen Süßigkeiten anbieten. Dass sein „Candy Shop“ ausgerechnet in die Räume einer ehemaligen Ernährungsberatung ziehen wird, ist für ihn kein schlechtes Omen.
Regensburg ist eine tolle Stadt, findet Hamma Kawa. „Aber es gibt immer Kleinigkeiten, die man noch verbessern kann.“ Was seiner Ansicht nach noch fehlt? „Ein Candy Shop.“ Aus diesem Grund eröffnet der 31-Jährige, der bereits das Café Leo's Coffee Bar in der Unteren Bachgasse betreibt, im Juni selbst so einen Laden nach amerikanischem Vorbild.
Mit Zuckerwatte, Gummibärchen, hochwertigen Schokoladen, großen Lollis und auch Trockenfrüchten will er Einheimische wie Touristen künftig in Leo's Candy Shop am Neupfarrplatz versorgen. „Ich habe mich von anderen Orten inspirieren lassen. In anderen Ländern und Städten wie beispielsweise Prag sind solche Läden sehr beliebt“, sagt er.
Leo's Candy Shop am Neupfarrplatz: Eröffnung im Juni
Wichtig sei ihm bei seinem Angebot vor allem, dass die Qualität stimme, erzählt er. „Viele der Süßigkeiten werden auch halal und vegan sein. Die Zielgruppe dafür ist definitiv da.“ Dass Kawa mit seinem Candy Shop nun ausgerechnet einen Leerstand besetzt, in dem zuvor eine Ernährungsberatung angesiedelt war, ist für ihn kein schlechtes Omen. „Die Leute sollen selbst entscheiden, was sie essen“, sagt er. Und schließlich würde man zum Beispiel beim Trockenobst ja auch auf zuckerfreie Ware setzen.
Geplant ist, dass der rund 100 Quadratmeter große Laden in der Drei-Helm-Gasse, gegenüber dem verlassenen Galeria-Kaufhof-Koloss, Anfang Juni seine Türen öffnet. Nachdem es in der jüngsten Vergangenheit in dieser prominenten Lage mehrfach Wechsel gab, befindet sich aktuell ein 24-Stunden-Kiosk, ein „Growshop“ sowie die neu eröffnete Edeka-Filiale an der Ecke Residenzstraße in nächster Nachbarschaft. „In Regensburg gibt es einfach viele Wechsel – und leider ist es so, dass immer wieder Geschäfte pleitegehen. Die Leerstände, die daraus entstehen, muss man langsam wieder auffüllen“, sagt Kawa.
Neueröffnung am Neupfarrplatz: Noch hängen nur Plakate
Zu große Sorgen, dass es ihm ähnlich wie seinen Vorgängern ergehen könnte, will er sich nicht machen. „No Risk, no Fun“, sagt er und lacht. „Bei Null angefangen“ habe er schließlich vor eineinhalb Jahren auch mit seinem Café in der Unteren Bachgasse. „Und jetzt läuft es super.“
Immer öfter würden ihn die Gäste in seinem Café bereits auf die Neueröffnung ansprechen, auf die derzeit nur bunte Plakate in den sonst noch leeren Schaufenstern hinweisen. „Die Leute stellen jetzt schon viele Fragen. Aber es soll ja auch eine Überraschung sein.“
Bunte Wände und Comiczeichnungen: Der Laden soll ein Hingucker werden
Was Kawa jedoch schon einmal sagen kann, ist, dass sich in seinem Candy Shop vor allem die kleinen Besucher wohlfühlen sollen. „Ich liebe Kinder und habe selbst ein Kind“, sagt er. „Es soll ein besonderer Laden werden, den es sonst in Regensburg nicht gibt.“
Auch optisch soll Leo‘s Candy Shop ein Hingucker werden. Pinke und blaue Wände, bunte Regale und gemalte Comiczeichnungen – beim Interieur wird es auf jeden Fall farbenfroh werden. „Noch sieht man nicht so viel“, sagt Kawa. „Aber in zwei bis drei Wochen schaut das schon ganz anders aus.“