Nehmen kleine Kästen am Kelheimer Straßenrand Raser ins Visier? Das steckt dahinter

Zuletzt tauchten an viel befahrenen Straßen in der Kreisstadt Kelheim immer wieder kleine Kästen auf. Wir haben nachgefragt, was es mit ihnen auf sich hat, was diese aufzeichnen und für wen.
Kleine Kästen, die an langen Stangen hängen, kann man dieser Tage des Öfteren neben vielbefahrenen Straßen in der Kreisstadt finden. Zuletzt hatte das Ordnungsamt der Stadt eine Verkehrsmessung an der Starenstraße beauftragt. Dieser Tage fand sich eine ähnlich aussehende Einrichtung auf der Maxbrücke. Doch bei der Stadt winkt man auf Nachfrage ab. „Diese Verkehrserfassung ist nicht von uns.“
Stefan Leitner vom Staatlichen Bauamt in Landshut weiß mehr. Der Baudirektor leitet den Bereich Straßenbau. Die Verkehrszählung auf der Maxbrücke sei Teil einer bundesweiten Straßenverkehrszählung an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, sagt er. Diese finde zur Beobachtung der Verkehrsentwicklung und Ermittlung der Verkehrsstärken alle fünf Jahre von Schleswig-Holstein bis Bayern statt. „In diesem Jahr ist es wieder soweit: bundesweit und somit auch in unserem Zuständigkeitsbereich wird der Verkehr gezählt“, so Leitner. Die Orte seien dabei fest vorgegeben und „entsprechen denen der vorangegangenen Straßenverkehrszählungen“.
Das sind die Kelheimer Zählstellen
In Kelheim liegen insgesamt vier Zählstellen, erklärt Stefan Leitner. Drei auf der Staatsstraße 2233, an der auch die Maxbrücke liegt sowie eine auf der Regensburger Straße.
Der Zählzeitraum erstreckt sich laut Leitner von Mitte April bis Oktober diesen Jahres. Die Zählung selbst wurde vom Staatlichen Bauamt an Ingenieurbüros vergeben. Sie erfolge mit Videounterstützung.
Werden auch Kennzeichen erfasst?
„Hierzu werden Zählkameras verkehrssicher montiert. Der Datenschutz bleibt durch Verpixelung der Nahbereiche gewährt. Es werden keine Kennzeichen durch die Kameras erfasst“, sagt Leitner.
Auch Zähltage sowie Zeiten seien fest vorgegeben. Die kleinen Gerätschäften neben der Fahrbahn werden den Kelheimern wohl noch öfter auffallen. Denn die Zählungen werden über das Jahr verteilt mehrfach an den jeweiligen Zählstellen durchgeführt. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2026 von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen veröffentlicht werden.