Parsberg will eine Menge Strom sparen – So soll das Projekt realisiert werden

Die Stadt Parsberg schraubt weiter am Klimaschutz. Das zeigen nicht nur geplante Investitionen im Haushalt: Jetzt hat der Stadtrat auch die Weichen dafür gestellt, jährlich rund 52 000 Kilowattstunden Strom einzusparen.
Dafür hat der Stadtrat nun beschlossen, die Straßenbeleuchtung vollständig von Energiesparlampen auf LED-Beleuchtung umzustellen. Wie es in der Beschlussvorlage heißt, welche die Stadtverwaltung dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegte, hat man dafür ein Angebot beim Bayernwerk eingeholt.
Dies besagt, dass 578 Leuchtstellen, die alle mit Kompaktleuchtstoffmitteln ausgestattet sind, umgerüstet werden. Bei 113 hochwertigeren Leuchten empfehle das Bayernwerk den Einbau eines LED-Einsatzes. Bei den restlichen Leuchten sei die technische Koffer-LED-Leuchte Philips LumiStreet micro eingeplant. Das Ergebnis: Der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung würde um fast 70 Prozent sinken. Dafür müsste Parsberg rund 210 000 Euro investieren.
Förderung für neue Straßenlaternen wird erwartet
Geschäftsleiter Stefan Schmidmeier trug zudem vor, dass ein Großteil der Brennstellen förderfähig sein wird. Allerdings müsse dies erst noch abgeklärt werden. Die Verwaltung gehe aber von einer Gesamtförderung zwischen 20 und 25 Prozent der Kosten aus.
Schwierig sei es zudem noch auszurechnen, wie lange es dauert, bis sich die Investition bezahlt macht, da die Stromlieferverträge erst neu ausgeschrieben werden. Es könne aber von einem Zeitraum von fünf bis acht Jahren ausgegangen werden. Dieser liege sicherlich deutlich unter der zu erwartenden Lebensdauer der Leuchtmittel.
Die „klimafreundlichen Investitionen“ hatten Sebastian Koller (CSU/FWL/JB-Fraktion) und Friedrich Loré (Bündnis 90/Die Grünen) in ihren Haushaltsreden explizit kommentiert. Loré wies darauf hin, dass man auch als Stadtrat manchmal dicke Bretter bohren müsse. „Manchmal dauere es einfach länger, bis Dinge, die einem persönlich wichtig sind, von einem breiten Konsens getragen werden“, sagte er.
Deshalb freue er sich, dass der Stadtrat nun gemeinsam den Aspekt einer nachhaltigen Entwicklung umsetze und sogar auf Dächern, auf denen es noch vor kurzer Zeit nicht wirtschaftlich sinnvoll gewesen sei, Photovoltaikanlagen errichte. Hierzu gehöre auch die Umrüstung zahlreicher Straßenlaternen auf LED-Leuchtmittel. „Den Antrag habe ich vor Jahr und Tag bereits gestellt. Gut Ding braucht manchmal eben Zeit“, sagte Loré.
Aufwand soll sich für Stadt Parsberg rechnen“
„Viele städtische Gebäude sind bereits mit Photovoltaik ausgestattet. Dieses Jahr folgen noch der Burgsaal, das neue Feuerwehrgerätehaus in Parsberg und der Neubau am städtischen Bauhof“, sagte Koller. Auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED sei ein wichtiger Beitrag – mit einem kurzfristigen finanziellen Aufwand, der sich langfristig durch Einsparungen rechnet. Für 2027/28 sei zudem der Fenstertausch im Rathaus als weitere energetische Maßnahme geplant. „All das zeigt: Wir nehmen unsere Vorbildfunktion als Kommune ernst“, sagte Koller.