Flucht nach Brandstiftung in Bodenwöhr ist beendet – Verdächtige sitzt nun in U-Haft

Wurde der Fahndungsdruck zu groß? Die Flucht einer 57-Jährigen, die vergangenen Donnerstag in Bodenwöhr (Landkreis Schwandorf) einen Brand in einem Wohnhaus gelegt haben soll, ist jedenfalls vorbei. Am Samstag stellte sich die Tatverdächtige etwa eine Autostunde vom Tatort entfernt der Polizei.
Die mutmaßliche Brandstifterin, die laut Behördenangaben der Reichsbürgerszene nahestehen soll, hat sich am Samstagnachmittag bei der Polizeiinspektion Neumarkt gemeldet. Das bestätigte Polizeisprecher Jonas Krauß am Montag auf Anfrage der MZ.
Die 57-Jährige wurde festgenommen und verbrachte eine Nacht in der Arrestzelle. Am Sonntag wurde sie in Regensburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Die beschuldigte Bodenwöhrerin befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
57-Jährige hätte das Haus in Bodenwöhr zwangsräumen müssen
Wie berichtet, war die Feuerwehr in der Donnerstagnacht in einem Einfamilienhaus im südlichen Bodenwöhrer Gemeindegebiet gefordert. In einem Kellerraum brannte Inventar. Schnell hatte die Polizei Hinweise darauf, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte. Die Kriminalpolizei Amberg übernahm die Ermittlungen und führt diese nun wegen Brandstiftung.
Als Tatverdächtige rückte schon bald die 57-Jährige in den Fokus der Beamten. Sie hätte nur Stunden nach dem Brandausbruch ihre Wohnung zwangsräumen müssen, wie Recherchen der MZ ergaben.