Wollte Brandstifterin einen Großbrand auslösen? Nicht nur Gasflaschen in Bodenwöhr gefunden

Von Martin Kellermeier · 16. Mai 2025 um 15:00

Noch immer ist eine 57-Jährige auf der Flucht, die in Bodenwöhr (Landkreis Schwandorf) einen Brand in einem Wohnhaus gelegt haben soll. Neue von der Polizei veröffentlichte Details lassen den Rückschluss zu, dass die Tat weitaus schlimmer hätte enden können. Im Keller schlummerten nämlich mehrere potenzielle Brandbeschleuniger.

Wie berichtet, war die Feuerwehr in der Donnerstagnacht in einem Anwesen im südlichen Bodenwöhrer Gemeindegebiet gefordert. In einem Kellerraum brannte Inventar. Schnell hatte die Polizei Hinweise darauf, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Als dringend tatverdächtig gilt eine 57 Jahre alte Bewohnerin des Hauses, die laut Behördenangaben der Reichsbürgerszene nahestehen soll. Die Frau hätte nur Stunden nach dem Brandausbruch ihre Wohnung zwangsräumen müssen.

Feuerwehren hatten den Brand rasch unter Kontrolle

Die Feuerwehren aus Bodenwöhr und Bruck konnten den Brand rasch ablöschen. Womöglich waren die eingesetzten Atemschutzträger, die in den Keller vordrangen, aber extremer Gefahr ausgesetzt. Polizeisprecher Jonas Krauß bestätigte, dass mehrere Gasflaschen und Benzinkanister im Keller deponiert waren.

Ob sie die mutmaßliche Brandstifterin dort bewusst gelagert hatte, um für einen Großbrand zu sorgen, ist aktuell noch unklar. „Wir werden die Gasflaschen und die Benzinkanister spurentechnisch untersuchen und prüfen, ob sie in Zusammenhang mit dem Brandgeschehen stehen“, erklärte der Polizeihauptmeister.

Auch das Landeskriminalamt ermittelt

Ferner würde das Landeskriminalamt ein Gutachten erstellen, das beleuchten soll, wie sich der Brand hätte ausdehnen können und welche Folgen die mutmaßliche Täterin in Kauf genommen hatte.

Die verdächtige Bodenwöhrerin befindet sich indes weiter auf der Flucht. Polizeisprecher Krauß sagte, dass weiter „intensive Fahndungsmaßnahmen“ laufen würden. Nach MZ-Informationen scheinen die Ermittler der Flüchtigen bereits dicht auf den Fersen zu sein.