Dauernd dicht und verstopft: Marode Toiletten beschäftigen die Regensburger Politik

Von Philip Hell · 19. Mai 2025 um 10:30

Salzstadel, Schwanenplatz oder Neupfarrplatz: Öffentliche Toiletten in Regensburg sind immer für einen Aufreger gut. Nun hat die Verwaltung die Lokus-Situation in Regensburg genauer beleuchtet und dabei festgestellt: Gleich drei wichtige Toilettenanlagen sind völlig hinüber.

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Sowohl das Klo am Neupfarrplatz als auch das stille Örtchen am Protzenweiher seien in einem „stark sanierungsbedürftigen Zustand“, steht in einer Vorlage des Amts für Gebäudeservice, über die der Planungsausschuss am Dienstagabend beraten wird. Beide Anlagen müssten entweder grundlegend saniert oder neu gebaut werden, andernfalls drohe eine außerplanmäßige Schließung. Zumindest für die Toilette am Neupfarrplatz wäre das nichts neues. Die Anlage ist ständig außer Betrieb und war unlängst Thema im Verwaltungsausschuss. Die Brücke-Fraktion drängte seinerzeit auf eine zügige Sanierung. Die Toilette sei ständig dicht und verstopft, sagte Stadtrat Florian Rottke damals. Er betreibt einen Kiosk in unmittelbarer Nähe.

Dringende Sanierung – ohne Zeitplan

Wie zügig die Toiletten am Neupfarrplatz tatsächlich saniert werden, steht indes in den Sternen. Die Stadt erkundet im Moment den Markt. Klar scheint: Billig wird das alles nicht. Die Stadt hatte ursprünglich die Gesamtkosten (mit möglichen Neubauten) für die öffentliche Toilettenversorgung auf 15 Jahre auf einen Betrag von 24 Millionen Euro taxiert. Allerdings signalisierte ein Anbieter bereits: diese Summe ist „deutlich zu niedrig“. Ein konkreter Zeitrahmen geht aus der Vorlage nicht hervor. In einer zweiten Phase will sich die Stadt nun mit den Angeboten der Unternehmen genauer befassen.

Neben diesen beiden Toiletten befindet sich auch die Anlage im Stadtpark in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Sie soll durch eine neuen Bau an alternativer Stelle ersetzt werden. Auch am Sportpark Ost ist eine öffentliche Toilette geplant.

Damit zum nächsten Problem-Klo: Die Toilette im Salzstadel war rund ein Jahr dicht, bis sie Ende April heimlich, still und leise wieder aufsperrte. Auch mit diesem Lokus befasst sich die Vorlage. Zum einen spielt die Stadtverwaltung mit dem Gedanken, die Toilette kostenpflichtig zu machen. Zum anderen will man feste vertragliche Regeln mit der Regensburg Tourismus GmbH aufstellen. Dem Unternehmen gehört die Toilette eigentlich.

Toilette an der Trunzergasse soll wieder früher dicht machen

Mitte Juli 2024 hat die Stadt auf Anregung der Grünen-Fraktion die Öffnungszeiten für die Toiletten-Anlagen am Schwanenplatz (vulgo: Luxusklo) und in der Trunzergasse unweit des Bayernmuseums verlängert. Insbesondere in letzterer Toilette sorgte das nach Ansicht der Stadt für Probleme: Am Abend hätten sich dort Menschen aufgehalten, um Drogen zu konsumieren. Dadurch sei es zu problematischen Situationen gekommen. Der Vorschlag der Verwaltung: Die Toilette am Schwanenplatz kann bis 24 Uhr offen bleiben – die Anlage in der Trunzergasse soll allerdings wieder um 20 Uhr dicht machen.