Sorge im Kreis Schwandorf: Zuschüsse für die Landschaftspflege sollen sinken

Von Max Schmid · 16. Mai 2025 um 17:00

Schwerpunkt der Arbeit des Landschaftspflegeverbands (LPV) in der Förderperiode von 2002 bis 2026 ist der Biotopverbund im Juradistl-Projektgebiet im Raum Burglengenfeld. Allerdings muss der Verband voraussichtlich in den kommenden Jahren mit einer geringeren staatlichen Förderung rechnen. Das wurde bei der Mitgliederversammlung des LPV im Sitzungssaal des Landratsamts bekannt.

Bei der Zusammenkunft informierte Silke Lohr über den Vollzug des Pflegeprogramms 2024. Im April habe Wiebke Weiland, die neue Juradistl-Produktmanagerin, ihre Arbeit am Dienstsitz beim LPV Neumarkt aufgenommen. Die Verkaufszahlen bei Juradistl-Produkten wie Lamm, Rind, Kartoffeln, Honig oder Streuobst seien gleichbleibend gut. Seit April würden diese Produkte auch in einer Burglengenfelder Metzgerei angeboten.

Neue Produkte werden vermarktet

Neu sind nach den Worten Lohrs die Produkte Apfelsaft, Birnenbrand und Schafwollpellets. Der Apfelsaft werde aus Äpfeln gewonnen, die die Pflegeverbände im Herbst sammeln, der Birnenbrand stemme aus den Früchten der Streuobstbestände. Juradistl-Schafwollpellets eignen sich Lohr zufolge als ökologischer Langzeitdünger und seien vor allem für alte Haustierrassen interessant, deren Wolle kaum vermarktet werden könne.

Christian Meyer verwies auf 63 Maßnahmen im Jahr 2023 im Rahmen des Pflegeprogramms, für die man eine Förderung von 180 000 Euro erhalten habe. Der Eigenanteil für den LPV lag bei 24 000 Euro. Die Verwaltungskostenpauschale für 2024 in Höhe von 61 500 Euro sei von der Regierung der Oberpfalz bewilligt worden. Im vergangenen Jahr seien 74 Landschaftspflege-Maßnahmen mit einer Summe von rund 363 000 Euro und Fördersätzen zwischen 70 und 100 Prozent beantragt worden.

Zwei neue Beisitzer aus der Landwirtschaft

Verbandskassier Wolfgang Nowak berichtete über das Finanzwesen, Kassenrevisor Christian Weiß bestätigte eine einwandfreie Buchführung. Weiß und auch Günther Hanauer (abwesend) wurden aus dem Vorstandsgremium verabschiedet. Landrat Thomas Ebeling (CSU) dankte für die 24-jährige Mitarbeit und überreichte ein Präsent. Als Nachfolger und Beisitzer aus dem Bereich der Landwirtschaft wählte die Versammlung Wolfgang Prey und Florian Doll.

Landrat Ebeling informierte, dass der LPV Schwandorf derzeit 55 Mitglieder habe; neu dazu gekommen sei der Golf- und Landclub Oberpfälzer Wald. Mit dabei seien auch 22 Gemeinden, zwölf Verbände und 20 Privatpersonen.

Nach Aussage des Bayerischen Umweltministeriums sei in den kommenden Haushaltsjahren mit starken finanziellen Einschränkungen in der Landschaftspflege zu rechnen, so Ebeling weiter. Bis April 2025 habe es einen Bewilligungsstopp gegeben. Dies habe dazu geführt, dass für Frühjahr geplante Maßnahmen nicht begonnen werden konnten. Die Mitgliederversammlung beschloss deshalb, das beantragte Pflegeprogramm für 2025 unter dem Vorbehalt einer ausreichenden Förderung durch das Umweltministerium. Im weiteren Verlauf der Versammlung gab es noch Informationen zur Heckenpflege und zum Streuobstpakt.