Schrauben statt schwimmen: Eröffnung des Freibads in Berching verzögert sich

Wasserratten, die gerne im Freibad in Berching schwimmen gehen, müssen sich noch ein wenig gedulden. Obwohl sich die Eröffnung des Außenbereichs verzögert, gibt es eine positive Nachricht aus dem Berle-Bad.
Kinder-, Erlebnis- und Schwimmerbecken im Innenbereich können unabhängig vom Wetter zu den Öffnungszeiten immer genutzt werden. Auch das Dampfbad, das zuletzt gestreikt hatte, funktioniert wieder.
Freiabd in Berching: Eröffnung um Pfingsten herum geplant
Bis dagegen das Außenbecken sowie der Kinderbereich im Freibad genutzt werden können, dauert es noch. Ein genaues Datum können Betriebsleiter Ralf Thiel und Schwimmmeister Eike Penzel heute noch nicht mitteilen. Sie rechnen aber damit, „zu Pfingsten“ das Freibad eröffnen zu können, also in gut drei Wochen.
Bis es soweit ist, muss noch einiges getan werden. Denn noch sieht es im Außenbereich nicht nach Schwimmen und Spaß aus, sondern vielmehr nach Arbeit. Das Berle-Team bereitet das Außenbecken gerade vor: Während Thiel die Düsen mit einem Akkubohrer anschraubt, streicht Penzel die Innenwand des Beckens.
Außenbecken im Berle-Bad wurde sandgestrahlt und gestrichen
Zuvor hatten Mitarbeiter der Firma Brauwer ab Mitte April die Wände des Außenbeckens sandgestrahlt und abgeschliffen. Das sei nötig gewesen, weil der Beton des in die Jahre gekommenen Beckens teilweise bröckelte. Nach dem Sandstrahlen wurden die Wände zweimal verputzt. Das sei eine Art Versiegelung, erklärt Penzel.
In diesen Tagen streichen die Berle-Mitarbeiter die Innenwände des Beckens blau und malen die schwarzen Markierungen für die Schwimmbahnen auf. Die Farbe sollte nun laut Empfehlung des Herstellers 14 Tage trocknen, bevor Wasser in das Becken eingelassen wird. Je nach Wetter braucht es dann circa drei Tage, bis das Becken voll und das Wasser aufgeheizt ist, erklärt Bademeister Thiel.

Auch wenn die ersten Sonnenstrahlen tagsüber teilweise schon für frühsommerliche Gefühle gesorgt haben, hielte der Betriebsleiter die Nächte ohnehin noch für zu kalt, um das Wasser im Becken aufzuheizen.
30.000 Euro für Sanierung des Beckens im Berle-Bad
Deshalb nutzt das Team die Zeit für die Bauarbeiten. Während Mitarbeiter der Firma Seemeier rund um das Becken Fliesen austauschen, schrauben und streichen Thiel und Penzel weiter. Es muss zudem noch Silikon in den Spalt zwischen Beckeninnenwand und Überlauf gespritzt werden. Insgesamt investiert die Stadt nach eigenen Angaben circa 30.000 Euro, um das Berle-Bad für die Freibad-Saison zu wappnen.

Dann finden Besucher nicht nur neu gestrichene Wände im Außenbecken vor, sondern auch ein frisch bemaltes Durchschreitebecken. Bevor die ersten Schwimmer ihre Bahnen ziehen, stutzen die Mitarbeiter noch Hecken und Bäume, säubern die Bodenplatten auf den Wegen, richten das Kinderbecken her und spannen das Sonnensegel.
Da kostet der Eintritt im Berle-Bad in Berching
Dann können Wasserratten den Außenbereich um Pfingsten herum zum gewohnten Eintrittspreis (fünf bzw. ermäßigt drei Euro für 90 Minuten) wieder nutzen – bis Herbst. Dann – oder im Frühjahr – stehen die nächsten Arbeiten an. Es ist geplant, den Boden des Außenbeckens sandzustrahlen. Denn jetzt waren nur die Wände dran.