Nach Sperrmüllsammlung in Schwandorf: Müllhaufen in der Stadt sorgen für Unmut

Von Martin Kellermeier · 14. Mai 2025 um 15:00

Es ist ein Haufen Unrat, der auf dem Gehsteig in der Amberger Straße in Schwandorf liegt: Farbeimer, VHS-Kassetten, ausrangierte Elektrogeräte. Solche Bilder sieht man nach der Sperrmüllsammlung aktuell nicht nur in Krondorf. Denn bei weitem nicht alles, was die Bewohner vor ihre Haustüre stellten, kann bei der Sammlung mitgenommen werden. Das ruft CSU-Stadtrat Christian Eimer auf den Plan. Er will für mehr Aufklärung und weniger Arbeit für den städtischen Bauhof sorgen.

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So viel vorweg: Eimer bezeichnet sich selbst als Fan der Sperrmüllsammlung, die regelmäßig vom Landkreis Schwandorf organisiert wird. „Das ist eine gute Sache“, sagt der CSU-Politiker. Er hofft, dass es dieses Angebot wieder geben wird. Gleichzeitig bedauert Eimer, dass „solche Aktionen von manchen Leuten ausgenutzt werden“.

Der Stadtrat steht verärgert vor dem Müllhaufen, der nun in seinem Viertel liegt. Michael Übel, der Leiter des städtischen Bauhofs, ist ebenso ratlos. „Hier liegt alles, was unangenehm zu entsorgen ist“, fasst er zusammen. Sperrmüll sei das jedenfalls keiner mehr, ist sich Übel sicher.

Kein Sperrmüll, sondern Problem- und Restmüll

In der Tat: „Die Abfälle, soweit dies auf dem Foto zu erkennen ist, sind von der Sperrmüllsammlung ausgenommen“, teilt Landkreissprecher Manuel Lischka mit. Der Eimer mit Farbgrund gehöre zur Problemmüllsammlung, und die Schachteln würden „offensichtlich kleinteiligen Abfall“ enthalten und seien ein Fall für die Restmülltonne.

Abfälle, die nicht bei der Sperrmüllsammlung mitgenommen werden, müssen von den Eigentümern „zurückgenommen und fachgerecht entsorgt“ werden, betont Lischka. Sollten die Anwohner aber weiter uneinsichtig bleiben, wird wohl oder übel der städtische Bauhof anrücken müssen.

Da sind wir locker zwei, drei Tage unterwegs, um das mit drei, vier Trupps alles einzusammeln.

Michael Übel, Leiter des städtischen Bauhofs

Dessen Leiter hofft, dass womöglich der eine oder andere Haufen, der aktuell im Stadtgebiet zu sehen ist, doch noch von der Sperrmüllsammlung mitgenommen wird. Wenn nicht, dann haben seine Mitarbeiter viel Arbeit vor sich. „Da sind wir locker zwei, drei Tage unterwegs, um das mit drei, vier Trupps alles einzusammeln“, schätzt Übel.

Schwandorfer CSU-Stadtrat will für mehr Aufklärung sorgen

Christian Eimer will für mehr Aufklärung sorgen. Warum nicht das nächste Mal die Hinweise zur Sperrmüllsammlung vorab in mehreren Sprachen unter die Bevölkerung im Landkreis bringen?, fragt sich der Schwandorfer CSU-Stadtrat.

Im Landratsamt äußert man sich dazu vorerst vage. „Ob und in welcher Ausgestaltung es auch künftig eine Sperrmüllsammlung im Holsystem als Ergänzung zu den Recyclinghöfen geben wird, ist eine Entscheidung, die der zuständige Ausschuss des Landkreises zu treffen hat“, wie es Landkreissprecher Manuel Lischka formuliert.