Beim Jahn-Abend auf der Dult: Schwandorfer hoffen auf schnellen Wiederaufstieg des SSV

Sportlich gibt es für den SSV Jahn Regensburg momentan nicht viel zu feiern: Die Kicker aus der Domstadt steigen aus der 2. Bundesliga ab. Dennoch haben sie sich am Montag auf der Dult den Fans und Sponsoren präsentiert. Mittendrin waren auch mehrere Schwandorfer, darunter Landrat Thomas Ebeling (CSU).
Der 49-Jährige, der seit 2023 dem Vorstand des SSV Jahn angehört und zudem Aufsichtsrat ist, hofft, dass der Jahn „auch in der 3. Liga schnell Fuß fasst und gut performt“.
Der sofortige Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga wäre in seinen Augen ein Traum. „Dies zweimal hintereinander zu schaffen, wäre wohl ein vermessener Wunsch“, gibt er sich zurückhaltend optimistisch. Einen ähnlichen Aderlass wie 2023, als nach dem damaligen Abstieg 22 Spieler den Verein verlassen hatten, erwartet Schwandorfs Landrat diesmal nicht. „Die Vertragssituation ist eine andere. Viele Spieler haben auch einen Vertrag für die 3. Liga“, so Ebeling.
Verstärken, um vorne mitspielen zu können
Ebeling ist sich sicher, dass in der neuen Saison eine konkurrenzfähige Mannschaft auf dem Rasen stehen werde. Gleichzeitig findet Ebeling, dass sich der Jahn verstärken müsse, wenn er vorne mitspielen wolle.
Dafür braucht es auch einen guten Trainer. Erst vor wenigen Tagen hatten sich der SSV Jahn und der bisherige Cheftrainer Andreas Patz getrennt. Ebeling habe „vollstes Vertrauen“, dass die sportliche Leitung die richtige Entscheidung in der Trainerfrage treffen werde.
Auf eine baldige Entscheidung in Sachen Cheftrainer hofft auch Peter Mayer aus Schwandorf. Der 61-Jährige war als Geschäftspartner des SSV Jahn am Montag beim Jahn-Fanabend dabei, bei dem trotz des Abstiegs die Stimmung gut war. Mayers Wunsch ist es, dass die Regensburger Kicker nur ein Jahr in der 3. Liga spielen und wie 2024 den direkten Wiederaufstieg schaffen. „Es wird super schwierig und wahrscheinlich ohne Verstärkung nicht machbar“, ist sich der Redakteur bewusst. Diese notwendige Verstärkung würde sich vielleicht auch in der zweiten Mannschaft finden, glaubt er.

Dass der eine oder andere gute Regionalligaspieler eingebunden wird und junge Spieler sich etablieren können, das erwartet auch Roland Kittel, früherer Schwandorfer Citymanager, vom künftigen Trainer.
Die Mannschaft soll sich auf dem Spielfeld „zerreißen“
Aber die Wünsche richten sich nicht nur an den neuen Trainer, sondern auch an die Mannschaft. Es sollte ein Team auf dem Platz stehen, das „sich von der ersten bis zur 90. Minute zerreißt“, meint der langjährige Sportredakteur und jetzige Johanniter-Pressesprecher Matthias Walk, dessen Organisation das Hospiz in Schwandorf betreibt.
Wenn am Ende was nach oben geht, wäre das fantastisch. Aber das ist wohl nicht die Situation, von der man ausgehen sollte.
Roland Kittel, ehemaliger Citymanager von Schwandorf
Beim Thema Rückkehr in die 2. Liga bleibt auch Roland Kittel vorsichtig optimistisch: „Der sofortige Wiederaufstieg wäre schön, ob es aber realistisch ist, weiß ich nicht.“ Das Wichtigste sei, dass sich der SSV Jahn in der 3. Liga gut etabliert. „Wenn am Ende was nach oben geht, wäre das fantastisch. Aber das ist wohl nicht die Situation, von der man ausgehen sollte.“