Startschuss für den Festspielsommer 2025 in Neunburg ist gefallen

Mit dem offiziellen Probenbeginn am Freitag hat die Festspielsaison in Neunburg begonnen. Premiere des Festspiels „Vom Hussenkrieg“ ist am Samstag, 12. Juli, darüber hinaus sind vier weitere Aufführungen vorgesehen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Neunburg hervor.
Die Stadt und der Festspielverein Neunburg vorm Wald halten jährlich mit dem Hussenkrieg, einem der größten und ältesten Festspiele Ostbayerns, ein wichtiges Stück Heimatgeschichte lebendig. Dieses „ist in Anbetracht der allgemeinen Lage als Antikriegsstück aktueller und wichtiger denn je“, so die Pressemitteilung. Die Zuschauer könnten sich auf ein Schauspiel freuen, das „Geschichte, Humor und menschliche Tragödien vereint – ein Stück, das die Herzen berührt und zeigt, dass Krieg keine Sieger kennt“.
Tod löst eine Rebellion aus
Der historische Hintergrund: Am 6. Juli 1415 wird der böhmische Reformprediger und Nationalheld Jan Hus beim Konzil in Konstanz verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Sein Märtyrertod löst eine Rebellion seiner Anhänger, der Hussiten, gegen Kirche und Obrigkeit aus. Das Deutsche Reich und die Kirche antworten mit Kreuzzügen. Um die „Ketzer“ auszurotten, müssen sie aber schlimme Niederlagen einstecken. Die aufständischen Hussiten unternehmen Beutezüge in die Nachbarländer und fallen auch in die Oberpfalz ein. 1433 stellt sich ihnen ein Heer aus Rittern, Bürgern und Bauern unter der Führung von Pfalzgraf Johann von Neunburg entgegen, und es kommt in der Schlacht bei Hiltersried zu ihrer einzigen großen Niederlage.
Das Festspiel „Vom Hussenkrieg“ lässt diese dramatischen Ereignisse aufleben und plädiert laut Pressemitteilung für einen aufgeklärten Umgang mit diesem Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte. Seit 1983 bringt der Festspielverein Neunburg vorm Wald das Freilichtspiel mit über 120 Mitwirkenden auf die Bühne im Burghof des ehemaligen Pfalzgrafenschlosses.
Der Kartenvorverkauf läuft an
Unter der Regie von Karin Michl stehen die Emotionen und Konflikte der handelnden Personen im Mittelpunkt. Autorin Christina Fink hat das Stück nach der Originalfassung von Peter Klewitz neu interpretiert und gibt den Figuren Tiefe. Premiere feiert das Festspiel „Vom Hussenkrieg“ 2025 am Samstag, 12. Juli. Weitere Aufführungen sind am Freitag, 18. Juli, am Samstag, 19. Juli, am Freitag, 25. Juli und am Samstag, 26. Juli vorgesehen. Im Vorfeld der Aufführungen gibt es ein abwechslungsreiches Vorprogramm.
Tickets sind für 19 Euro (Erwachsene) und elf Euro (bis 17 Jahre) bei okticket.de erhältlich. Vergünstigungen in Höhe von zwei Euro pro Ticket gibt es darüber hinaus für Inhaber einer Bayerwaldcard oder einer Ehrenamtskarte und Schwerbehinderte. Gruppen erhalten bei gemeinsamer Abnahme ab der 20. Karte jeweils zwei Euro Rabatt.