Letzte Arbeiten auf der Baustelle: Gelände der Gartenbauvereine bei der Landesgartenschau nimmt Formen an

Vieles ist bereits geschehen auf dem Gelände der Gartenbauvereine im Landkreis Cham bei der Landesgartenschau in Furth im Wald. Der Beitrag unter dem Motto „Grenzen-los schön“, der den Ideen der Kreisfachberatung entstammt, nimmt Gestalt an. „Leider konnte erst dieses Jahr richtig begonnen werden mit den Wegen, den Erdarbeiten, dem Tunnel, den Sichtschutzelementen und den Gemüsebeeten“, informiert das Sachgebiet Gartenkultur am Landratsamt.
Durch die sehr knappe Zeitspanne konnten sich die Vereine beim Bau nicht in dem Maß einbringen, wie sie es gewünscht hätten. So leisteten die meiste Arbeit die geschickten Gärtner des Sachgebietes Gartenkultur unter Leitung ihres Meisters Stephan Holzer. Der große Tunnel, der das Beengende von Grenzen darstellen soll, Sichtschutzelemente aus Holz, die Hochbeete und das Eck der deutsch-tschechischen Freundschaft“ wurden schnell umgesetzt.
Dank an Unterstützer
Großer Dank gelte der Familie Regner, so die Geschäftsführerin des Kreisverbandes, Susanne Deutschländer. Familie Regner erlaubte es den Gartenbauvereinen, über ihr Privatgelände zu fahren, dort Material zu lagern und Abwasser abzuleiten. Allen weiteren Unterstützer gebühre großer Dank. Neben den Bauhöfen Bad Kötzting und Waldmünchen, die Material lieferten und baggerten, brachten sich Vereine und Privatpersonen ein. H. Völkl aus Bad Kötzting organisierte alte Panzersperren – Drachenzähne – aus Tschechien. Ein großes Sandarium für Wildbienen wurde mit Unterstützung von Erika Babl aus Chammünster errichtet.
Birken und Weiden brachten F. Zwicknagel aus Rötz und der OGV Waffenbrunn aufs Gelände. Bei großer Kälte fanden sich F. Zwicknagel und Johann Robl (OGV Waffenbrunn) ein, um großflächige Weidensichtschutzelemente zu flechten. Der Torbogen, den Deutschländer an der Thaya entdeckt hatte, wurde vom OGV Sengenbühl umgesetzt. Reinhard Dirscherl lieferte einen über 1,20 Meter hohen Radi aus Holz, der das Zentrum des Gemüsebeitrags „Der Radi ist kein Bayer“ bildet.

Lipa neben deutscher Eiche
Die meisten Pflanzen sind bereits gesetzt, Der tschechische Nationalbaum Lipa – die Linde – steht am Eingang neben der deutschen Eiche. Allerhand Stacheliges symbolisiert die Grenze. Dazu kommen Wildobst, Obstbäume und Ziergehölze sowie Staudenpflanzungen. Regiosaatgut bietet den heimischen Insekten Nahrung und Nistangebot.
Empfindliche Gemüsesorten müssen warten
Empfindliche Gemüsesorten warten noch auf das Ende der letzten kalten Nächte. Auch der befreundete tschechische Kreisverband Domažlice lieferte Gemüsepflanzen wie den Kohlrabi Gigant, aber auch Gladiolen und Dahlien.









Die Kindergruppe des OGV Döfering hat Stühle bemalt, die im Gelände verteilt werden. Viele weitere Kindergruppen werden noch Bastelarbeiten anfertigen, u. a. der OGV Pemfling. Die Zeit wird knapp. Um den eigenen Beitrag noch komplett umsetzen zu können, ist man auf Arbeiten durch die Gartenschaugesellschaft angewiesen. So fehlen noch die Rollwiese auf der Veranstaltungsfläche und der Bau des zentralen Weges. Aber der Kreisverband ist zuversichtlich, dass bis zur Eröffnung alles fertiggestellt ist und die Besucher so viel Interessantes entdecken können.
Gut zu wissen
Dauerkarte: Mit dem Kauf der Dauerkarte hat man die Möglichkeit, die Landesgartenschau in Furth im Wald an allen 137 Tagen zu besuchen. Bis 21. Mai gibt es die Karte zum Vorzugspreis in einer der Vorverkaufsstellen oder online.
Kosten: 80 Euro/regulär: 90 Euro; Kinder/Jugendliche (zwölf bis 17 Jahre ohne Begleitung) 25 Euro; Ermäßigte: 70 Euro/ 80 Euro