Noch einen Monat Vollgas, dann geht die Landesgartenschau Furth im Wald los

Von Alexander Frimberger · 16. April 2025 um 19:00

Am Dienstag nach Ostern ist es genau noch einen Monat hin, bis die Landegartenschau Furth im Wald 2025 ihre Pforten öffnet. Zeit für einen Spaziergang über das Gelände, um wieder einmal der Frage nachzugehen: Wird denn wirklich alles fertig?

Weil man als Fan der Gartenschau ja parteiisch ist und Gefahr läuft, alles zu blauäugig zu sehen, habe ich mir für den Rundgang meinen Kollegen Stefan Weber aus der Redaktion Bad Kötzting mitgenommen.

Auf Nachhaltigkeit geachtet

Er kennt das Gelände nur aus Berichten und freut sich auf den Spaziergang. Wir starten beim zukünftigen Haupteingang.

„Das Drehkreuz ist ja schon da“, scherzt er. Wenig später betreten wir den Loop. „Den habe ich mir ganz anders vorgestellt, irgendwie, wie einen Looping“, sagt er und nickt anerkennend. Auch der Drachensteg, der bis auf einzelne Platten, die noch eingefügt werden müssen und dem Abschluss bei der Leonhardi-Kapelle, bereits fertig ist, gefällt ihm. Das gilt auch für das knallrote, kunstvoll geschwungene Geländer und den Schattengarten. Vielerorts auf dem Gelände stehen große Mengen an Pflanzen bereit, die in den kommenden Tagen in den Boden kommen. Dort, wo schon gepflanzt ist, laufen die Rasensprenger auf Hochtouren.

Die Bachläufe sind angelegt, die Dracheninsel scheint komplett fertig zu sein. Am Pavillon des Verbandes für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, wird gerade ein weiß blühender Baum gepflanzt. „Eine Amelanchier“, erklärt ein Mitarbeiter des Neumarkter Landschaftsbauers Weißmüller. Das sollte Nichtlateinern als Felsenbirne bekannt sein. Viel von dem Granit und anderen Materialien, die am Pavillon verbaut werden, sehen schon die dritte Gartenschau, weil sie wiederverwendet werden und so für Nachhaltigkeit sorgen.

Das derzeit alles überragende Projekt ist aber natürlich die Parkarena, die langsam Formen annimmt. Eine gewaltige Konstruktion. Ganz ehrlich, auch wenn ich schon viel darüber gehört und geschrieben habe, so beeindruckend habe ich sie mir nicht vorgestellt. Die Hochachtung ist aber auch bei den Profis zu spüren. Stefan Göde, seitens der Planungsfirma für Bauangelegenheiten auf der LGS zuständig, trifft man eigentlich immer auf dem Gelände. „Ich habe mich schon einmal darunter gesetzt, ein beeindruckendes Erlebnis.“ Nur einen Steinwurf entfernt steht die neu gestaltete Drachenhöhle. Das in die Jahre gekommene Bauwerk hat innen und außen ein vollkommen neues Antlitz bekommen. Von hier wird Drache Fanny zu den bewegten Führungen in der Parkarena aufbrechen. Was ganz klar noch fehlt, ist die Hauptgastronomie, die an der Eschlkamer Straße ihre Zelte aufschlagen wird. Das, so Göde, wird sich nach Ostern ändern. Der Caterer sei schon vor Ort, ein kleinerer Pavillon wurde bereits aufgebaut.

Alle arbeiten am großen Ziel

Da wir über die Mittagszeit über das Gelände spaziert sind, war es zunächst etwas ruhiger. Was Stefan aber dann auffällt, dass plötzlich wieder rege Betriebsamkeit herrscht. Überall laufen die Bagger, wird gepflanzt, werden Beete bereitet, Pavillons fertig gemacht und vieles mehr. Bei dem enormen Einsatz, der an den Tag gelegt wird, gibt es gar keinen Grund zu glauben, die Gartenschau würde nicht rechtzeitig fertig werden. Zum Schluss nehmen wir auf den Sitzstufen an der Loop-Ausbuchtung Platz. Neben uns spritzt jemand einen frisch gepflanzten Baum. Mein Hund planscht am Uferrand im Wasser. „Gefällt mir wirklich alles sehr gut, da wird für Furth etwas Schönes geschaffen“, sagt er. Und ich? Ich freue mich, dass er es genauso sieht, wie ich.

Der Loop von oben. Fotos: Weber (3)
Die letzten Bäume kommen in die Erde. Fotos: Frimberger (5)
Stefan Weber mag den Loop.
Ein Gesamteindruck von oben.
Die letzten Platten für den Drachensteg werden gelegt.
Es herrscht rege Betriebsamkeit auf dem Gelände.
Die Drachenhöhle in neuem Gewand.