Das Freibad ist bereit für den Sommerspaß

Von Lucia Pirkl · 11. Mai 2025 um 11:00

Bald öffnet das Freibad Abensberg wieder seine Türen: Am 17. Mai ist es wieder soweit. Gäste dürfen sich auch auf ein paar Neuigkeiten freuen.

Wenn am kommenden Montag das Schwimmerbecken gefüllt sein wird, könnte man theoretisch gleich einen beherzten Sprung ins Wasser wagen. In der Praxis klappt das natürlich nicht: Denn zum einen ist das Freibad dann noch nicht geöffnet. Und zum anderen dürfte es mit knackigen zwölf Grad Wassertemperatur, frisch aus dem Schlauch, erst einmal auch für den härtesten Schwimmfan zu frisch sein.

Wer jetzt schon bibbert, sei beruhigt: Bei den kühlen Wassertemperaturen wird es nicht bleiben. Nach der Flutung des Beckens ist immer noch eine knappe Woche Zeit, um die Wassertemperatur mittels Solaranlage Schritt für Schritt zu erhöhen, so dass sich die Gäste am Samstag, 17. Mai, schon in den Sommerspaß stürzen werden können.

Erste Gäste kommen früh

„Wenn das Wetter passt, stehen die ersten Gäste schon da, wenn wir um neun Uhr das Bad aufsperren“, erzählt Schwimmbadchef Josef Meier. Er ist seit 25 Jahren im Freibad Abensberg beschäftigt, muss deshalb freilich auch nicht lange überlegen, um zu sagen, wie lange es ungefähr dauern wird, bis das 1600 Kubikmeter fassende Schwimmerbecken voll ist: „Wir fingen am Freitag damit an und am Montagfrüh müsste es voll sein.“ Erst dann ist das Nichtschwimmerbecken an der Reihe.

Vor dem Füllen musste Meier beim Wasserwerk Bescheid geben, „nicht, dass die denken, da sei ein Rohrbruch, weil so viel Wasser auf einmal abfließt“, sagt Rainer Reschmeier, früher Stadtwerkechef, jetzt zuständig für die Zentrale Technische Entwicklung. Der Hochbehälter in Abensberg fasse 2000 Kubikmeter, deshalb müsse man dosiert Wasser entnehmen, „sonst ist der Hochbehälter leer“, sagt Meier.

Wenn das Becken dann voll ist, ist auch nichts mehr davon zu sehen, dass der Boden neu gestrichen wurde. Die 700 Quadratmeter Bodenfläche im Schwimmerbecken erstrahlen jetzt wieder in Adriablau. Nach vielen Jahren wurde der Boden abgeschliffen, mit Epoxidharz abgedichtet und schließlich gestrichen. Im vergangenen Jahr waren bereits die Wände des Beckens gestrichen worden. Alles auf einmal zu machen, das hätte zeitlich nicht geklappt, weil das Ganze ja auch aushärten, das Wetter passen muss.

Etwa zwei Monate hat das heuer insgesamt gedauert. Fertig geworden ist man erst vor ein paar Tagen, viel Zeit zur Eröffnung bleibt also nicht, „kurz vor knapp, wie immer“, sagt Reschmeier. Denn nicht immer laufe alles nach Plan. Aber nun können die Becken geflutet werden.

Verstärkung im Team

Auch ansonsten ist auf dem Areal einiges zu erledigen, bevor die Gäste wieder hereinströmen. An sonnigen Tagen können das bis zu 3000 sein. Da ist es gut, dass Meier und sein Kollege Martin Köglmeier ab heuer Verstärkung haben. Franz Heidenreiter ist neu dazu gekommen. Der gelernte Spengler hat dafür seinen Rettungsschwimmer gemacht. „Ich bin unwahrscheinlich froh, dass wir ihn haben“, sagt Meier. Heidenreiter winkt ab, mag davon gar nichts hören, hält sich lieber im Hintergrund. Er und die anderen Beiden werden im Sommer alle Hände voll zu tun haben.

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Platz zum BallspielenEine Sache weniger wird sie allerdings ab dieser Saison beschäftigen: das Tadeln von wildem Fußballspielen auf dem Gelände. Bisher herrschte Hartballverbot im Freibad. Wie berichtet ist jetzt auf einer ausgewiesenen Fläche im Nordosten des Freibads das Fußballspiel erlaubt. Der Stadtrat hatte dies vor Kurzem abgesegnet. Meier findet es gut, denn: „Ein Bad ohne Ball, das ist einfach nicht durchführbar“, sagt er. Verbote durchzusetzen sei schwierig, denn so mancher würde den Ball dann einfach von draußen irgendwo über den Zaun werfen, und das könne man ja kaum kontrollieren. Und noch eine Neuerung gibt es im Freibad: Im Kiosk gab es einen Pächterwechsel.

Nach dem Schwimmerbecken wird das Nichtschwimmerbecken gefüllt. - Foto:

Das Freibad wird heuer im Übrigen 60 Jahre alt, und das soll gefeiert werden. „SommerLaune goes Freibad“ heißt es am 21. Juni ab 12 Uhr mit Livemusik und einem Programm für junge und alte Freibadbesucher (Bericht folgt).

Und das kostet der Spaß im kühlen Nass: Die Familienkarte für zwei Erwachsene und alle Kinder gibt es für 125 Euro, nur für Erwachsene für 55 und nur für Kinder für 40 Euro. Saisonkarten gibt es bei den Stadtwerken, Bad Gögginger Weg 2. Einzeltickets kosten 4 Euro für Erwachsene, 3 Euro für Kinder. Mehr zu den Preisen auf www.abensberg.de/freibad