Freibad Abensberg: Auch 2025 wird weiter saniert

Von Lucia Pirkl · 15. Januar 2025 um 05:00

Das Freibad Abensberg ist momentan noch im Winterschlaf. Aber in ein paar Wochen wird hier gewerkelt. Denn vor dem Saisonstart im Mai muss der Boden des Schwimmerbeckens saniert werden.

Im vergangenen Jahr erhielt das Schwimmerbecken im Freibad Abensberg ein Facelift: Die Beckenwände, der Beckenkopf und die Überlaufrinnen wurden abgefräst, mit Ausgleichsmasse gespachtelt und danach grundiert. Insgesamt 500 Quadratmeter wurden so nach Jahrzehnten wieder aufgehübscht, zum Schluss wurde alles in Adriablau gestrichen. Bald geht die Sanierung in die nächste Runde, denn heuer ist der Boden des Schwimmerbeckens an der Reihe. Das alles in einem Jahr durchzuziehen, wäre schwierig geworden, weil für die Maßnahme halbwegs brauchbares Wetter nötig sei, möglichst ohne Frost, sagt Stadtwerke-Chef Rainer Reschmeier.

Ab Mitte März wird saniert

Für die Arbeiten sind im Wirtschaftsplan über 100.000 Euro angesetzt. Die Maßnahme wird wieder mit gut 50 Prozent über das Sonderförderprogramm zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder in Bayern (SPSF) gefördert. Beginnen sollen die Arbeiten – abhängig davon, wie es das Wetter zulässt – etwa Mitte März 2025. Den Auftrag dazu ging wieder an die gleiche Firma, die mit den Arbeiten im vergangenen Jahr betraut war.

Geplant ist für heuer außerdem der Beckenanstrich des Nichtschwimmerbeckens. „Eine Kleinigkeit“, die in Eigenregie ausgeführt werde, so Reschmeier.

Für die nächsten Jahre stehen dann noch weitere Maßnahmen auf der Agenda. Vor Weihnachten wurde ein Förderantrag für die Sanierung der Filteranlage und des Nichtschwimmerbeckens gestellt. „Bei den Filtern soll das Innenleben nach etwa 30 Jahren erneuert werden und ebenso die Innenbeschichtung“, sagt Reschmeier.

Warten auf Förderbescheid

Es ist angedacht, den Filter für das Planschbecken aus wirtschaftlichen Gründen auszutauschen.

Beim Nichtschwimmerbecken sei im Prinzip das gleiche geplant wie im Schwimmerbecken, „allerdings wird das aufgrund der kleineren Größe in einem Jahr durchgeführt“, so Reschmeier. Wann genau das Ganze startet, werde davon abhängen, wann der Förderbescheid kommt. „Wir hoffen, bis zum dritten Quartal 2025. Dies hängt davon ab, wann der Freistaat für das Förderprogramm wieder Geld bereitstellt“, so Reschmeier.

Das Freibad Abensberg wird heuer im Übrigen 60 Jahre alt. Dass das Freibad bereits 1965 gebaut wurde, war vielleicht – im Nachhinein betrachtet – auch etwas Glück.

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Denn damals wurden die Becken aus Beton gegossen, „in den 1980er Jahren dann haben viele ihre Becken gefliest“, erzählte Freibadchef Josef Meier einmal bei einem Ortstermin, „und die haben es danach bereut“. Denn die Fugen seien anfälliger, viel schneller müsse nachgebessert, müssten Fliesen ausgetauscht werden. Stahlwandbecken wiederum seien teuer und in den Nahtübergängen anfälliger für Korrosion, weiß Reschmeier.

Ein Stück Urlaub im Alltag: Ab Mitte Mai geöffnet: Das Freibad öffnet immer Mitte Mai. Mit einer Liegefläche von 20.000 Quadratmetern und einer Wasserfläche von 1000 Quadratmetern in einem Schwimmer-, einem Nichtschwimmer- und einem Planschbecken bietet es vielen Menschen aus Abensberg und auch von außerhalb ein Stück Urlaub im Alltag.

Jubiläum: Heuer wird das Freibad 60 Jahre alt. Derzeit ist man noch in der Planung, wie das gefeiert wird.

Defizit: Jährlich schreibt das Bad Defizite, „etwa vier, bis fünfmal so viel als mit Eintrittsgeldern abgedeckt werden kann“, so Rainer Reschmeier. In diesem Jahr bleiben die Eintrittspreise unverändert.

Sportler, Familien oder Jugendliche: Das Freibad wird gut genutzt, verschlingt aber auch viel Geld. Pirkl