Chamer Stadtrat befürwortet Flutlicht für die DJK Vilzing

Von Johannes Schiedermeier · 9. Mai 2025 um 11:00

Die DJK Vilzing will im Stadion eine neue Flutlichtanlage bauen. Dazu, so der Chamer Bürgermeister Martin Stoiber, gebe es ein Fremdgutachten, das der Umweltschutz des Landratsamtes angefordert habe. Dort hätten sich keine Einwände ergeben. Auf Nachfrage des Bayerwald-Echos hat die Bürgerinitiative „Lebenswerte Heimat Vilzing“ Bedenken bestätigt und den Wunsch nach einer Bürgerversammlung zu den Sicherheitskonzepten geäußert.

Mögliche Auflagen zu prüfen, sei nun Sache des Landratsamtes, so Stoiber. Der Stadtrat winkte den Antrag ohne Wortmeldung und Gegenstimme durch. Die Masten sollen 15 Meter hoch sein. Im Gutachten sind die genauen Anstrahlpunkte vorgegeben und der Verfasser empfiehlt, bei Bedarf mit Blendschutzrahmen nachzubessern. Wenn die Flutlichtanlage fachgerecht und nach den Vorgaben ausgeführt werde, dann entspreche sie dem Stand der Technik und sei nach Nachbarschafts-Gesichtspunkten optimiert ausgeführt.

Anlieger wollen Infos

Darauf hoffen auch die Anlieger und die Bürgerinitiative „Lebenswerte Heimat Vilzing“. Ein Sprecher der Initiative erinnerte daran, dass es bis heute auf den Terrassen von bis zu 400 Metern entfernten Anwesen einen Schattenwurf durch das bereits existierende Flutlicht des Kunstrasenplatzes gebe. Damit werde unter anderem auch der Parkplatz angestrahlt, der ansonsten unbeleuchtet wäre. Man hätte deswegen gerne eine Bürgerversammlung, in der Flutlichtanlage und Sicherheitskonzept für die Heimspiele mit Gefährdungsstufe vorgestellt.

Bürgermeister Stoiber erklärte, er sei grundsätzlich offen für einen Austausch. Allerdings sei eine Bürgerversammlung nicht das geeignete Format, weil sie nur in Kooperation mit anderen Behörden wie Landratsamt und Polizei möglich sei und die Stadt innerhalb ihrer Entscheidungskompetenzen diskutieren müsse. Er werde Kontakt aufnehmen, versprach Stoiber.Außerdem hat der Stadtrat eine Sanierungssatzung für das Sanierungsgebiet „Cham-Ost“ erlassen, das bis zum Philipps-Markt in der Altenstadter Straße reichen soll. Auch das Stadion, so Bürgermeister Stoiber habe dringenden Bedarf, während die Stadthalle samt Umgriff ausgenommen worden sei. Jeder Bürger, der im Bereich der Satzung wohnt und sanieren will kann laut Stoiber steuerliche Vorteile geltend machen und erhält möglicherweise Zuschüsse. Der Stadtrat hat dem zugestimmt.

Kooperationsvertrag für Breitbanderschließung

Die Stadt hat einen weiteren Kooperationsvertrag mit dem Eigenbetrieb des Landkreises „Digitale Infrastruktur“ abgeschlossen. Er betrifft die sogenannten „grauen Bereiche“. Es geht um 415 Adressen, die von Bund und Land gefördert werden. „Wir sind da mit dem Landkreis bisher gut gefahren. Der Anteil der Stadt beläuft sich auf rund 208 000 Euro. Da sind wir eine Vorzeigeregion. Bis 2028 wollen wir einen Vollausbau geschafft haben“, so Stoiber. Der Stadtrat beschloss die Kooperation einstimmig.

Der Stellenplan in den Grundschulen muss ausgeweitet werden, weil es Bedarf und Anmeldungen für Mittags- und Nachmittagsbetreuung gibt, so Bürgermeister Stoiber. Die Verwaltung wurde beauftragt, das entsprechend vorzubereiten. Das wird auch schon den Haushalt 2025 betreffen mit rund 20 000 Euro in den letzten drei Monaten des Jahres. Der Stadtrat billigte das Vorgehen einstimmig.

Stadtführung mit Luckner

Viel Beifall fand das Projekt „Stadtführung mit Graf Luckner, das Schüler des Robert-Schuman-Gymnasiums und der Grundschule vorstellten. Sie haben Hörspielszenen eingeübt, die über QR-Codes an sechs markanten Orten der Stadt abgehört werden können. Die geschichtlichen Hintergründe wurden mit Stadtarchivar Timo Bullemer recherchiert. Bürgermeister Stoiber versprach, das Projekt in die Stadtführungen einzubauen.

Das Projekt einer Stadtführung mit Graf Luckner haben Schüler des Schuman-Gymnasiums und der Grundschule Cham vorgestellt. Es fand im Stadtrat viel Beifall und wird umgesetzt. Johannes Schiedermeier