Der neue Kletterpark am Steinberger See hat den Landrat-Test bestanden

Für Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling (CSU) war es kürzlich der unbestrittene Höhepunkt seines Arbeitstags. Er probierte den neuen Hochseilgarten am Steinberger See aus und tauschte dafür Anzug gegen Sportklamotten. Wenig später kletterte er entlang eines riesigen Spinnnetzes und balancierte über Schwebebalken. Er behielt das Gleichgewicht auf einem Surfbrett – und schaffte es bis zur letzten Station 17 Meter über dem Boden.
Bereits Anfang April wurde der Klettergarten im Schatten der Holzkugel offiziell eröffnet. Vor wenigen Tagen konnte sich nun auch der Landrat einen Eindruck von den 36 Kletterstationen machen. „Man kann umso glaubwürdiger über etwas sprechen, wenn man es auch selbst gemacht hat“, begründete Ebeling seinen Besuch.
Seit der Eröffnung seien bereits rund 1000 Kletterer vor Ort gewesen, berichtete inMotion Park-Geschäftsführer Tom Zeller. „Wir sind mit dem Andrang mehr als zufrieden“, bilanzierte er. Besonders beliebt sei der Kletterpark bei Familien mit Kindern. Die Sportbegeisterten würden aus der gesamten Region kommen.

Nun also wagte sich auch der Landrat in den Parcours. Ebeling ist nach eigenen Worten mit Blick auf seine Höhenangst „normalerweise kein Kletter-Fan“. Und trotzdem wollte sich der Landrat und Vorsitzende des Zweckverbands Oberpfälzer Seenland die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die neue Attraktion am Steinberger See zu testen. Schließlich sei die ein weiteres Puzzlestück, das den künftigen Erfolg des Seenlands garantiere.
Ein weiteres Puzzlestück für das Oberpfälzer Seenland
Bevor es für den Landrat dann in die luftige Höhe von bis zu 17 Metern ging, folgte noch eine kurze Sicherheitsunterweisung durch Geschäftsführer Zeller. Dieser ist seit kurzem auch zertifizierter Klettertrainer. „Unser Sicherheitskonzept und unsere Trainer vor Ort machen das Klettern so sicher wie nur irgendwie möglich“, versprach er. Die ersten Betriebstage geben ihm Recht. Denn bisher habe es im Kletterpark weder gefährliche Unfälle noch nennenswerte Verletzungen gegeben, berichtete Zeller.
Als der Klettergurt dann angeschnallt ist, kann sich auch der Landrat einhaken und den Kletterpark betreten. „Ich fange erst mal mit den einfachen Stationen an und schaue dann, was ich noch so schaffe“, lautete sein Plan. Gesagt, getan: Zusammen mit Zeller probiert er zuerst die einsteigerfreundlichen Hindernisse aus. Dann wird es immer anspruchsvoller.

Sogar bis ganz nach oben verschlägt es den Landrat zwischendrin, wenn auch nur „für den schönen Ausblick über den Steinberger See“, wie er danach sagte. Vor allem ein Kletterhindernis hat es nach seinen Worten in sich: „Die Surfbrett-Station ist viel anstrengender, als man von unten denkt.“ Außerdem dürfe kein Kletterer die Höhe unterschätzen.
Wieder sicheren Boden unter den Füßen, zeigte sich der Kreischef begeistert von dem neuen Kletter-Erlebnis: „Das war wirklich ein großer Spaß!“ Auch Kletterlehrer Tom Zeller war durchaus überrascht, wie gut sich der Landrat geschlagen hat: „Es gibt fast keine Besucher, die sich an die schwersten Stationen rantrauen.“
Wenn ich das Klettern trotz meiner Höhenangst geschafft habe, dann schafft es wirklich jeder.
Thomas Ebeling, Landrat
Ist der Kletterpark im Schatten der Holzkugel also nichts für Anfänger? Im Gegenteil, meint Ebeling: „Wenn ich das Klettern trotz meiner Höhenangst geschafft habe, dann schafft es wirklich jeder.“ Nach seinem Ausflug steht für ihn außer Frage, dass der Kletterpark noch viele Besucher anziehen wird. „Die Leute erwartet hier ein weiteres Highlight am Steinberger See“, konstatierte der Chef im Landratsamt.
Während des Kletterausflugs beschäftigte Geschäftsführer Tom Zeller und Landrat Thomas Ebeling noch ein weiteres Thema: Wie lässt sich das Tourismus-Angebot im Landkreis weiterentwickeln? „Ich finde, wir sind bereits heute, auch durch das Areal rund um die Holzkugel, sehr gut aufgestellt“, sagte Ebeling. inMotion Park-Geschäftsführer Zeller teilte diese Meinung, sieht aber nach eigenen Worten noch immer „ungenutztes Potenzial“.

Als Nächstes will er einen Campingplatz am Steinberger See schaffen. „Das ist unser nächstes Ziel und wenn alles nach Plan läuft, können wir einen Teil schon 2027 fertigstellen“, blickte Zeller voraus. Vielleicht kommt dann auch wieder Landrat Thomas Ebeling vorbei, um den nächsten Selbsttest zu machen. Einen eigenen Campingwagen hätte er ja.