Premiere in luftiger Höhe: Neuer Hochseilgarten in Steinberg hat ersten Klettertest bestanden

Das Freizeitareal am Ufer des Steinberger Sees im Landkreis Schwandorf ist um eine Attraktion reicher. Am Sonntag wurde im Schatten der Holzkugel der neue inMotion-Hochseilgarten eröffnet. Die Festdamen des katholischen Burschenvereins aus Neukirchen durften diesen als erste Klettergruppe testen.
In 17 Metern Höhe muss jeder Schritt sitzen. Vor allem, wenn der Boden hin und her wackelt und die Hände wegen dem kalten Wind anfangen zu zittern. „Der Nervenkitzel dort oben ist genial“, berichtete Lisa Birzer, Vorsitzende der Festdamen aus Neukirchen.
Zusammen mit den 22 anderen Damen des Vereins hatte sie am Sonntag eine einzigartige Gelegenheit: Als erste Gruppe durften die Frauen den neuen Hochseilgarten am Steinberger See auf den Prüfstand stellen. Die Mädchengruppe erreichte beim ostbayerischen Festdamenvoting den 2. Platz und gewann einen Preis der MZ. Am Sonntag wurde der Gewinn eingelöst und „das Warten hat sich gelohnt“, so Birzer.
Kletterturm kostete rund eine Million Euro
Tom Zeller, der inMotion Park-Geschäftsführer, hatte nach eigenen Worten schon seit längerem die Idee für „eine aufregende Sportattraktion“ direkt neben der Holzkugel. „Ab Sonntagnachmittag ist der Klettergarten dann auch für alle anderen Besucher geöffnet“, sagte er.
Rund eine Million Euro habe der Bau laut Zeller gekostet. „Es gibt dort oben 36 Stationen, da ist für jeden was dabei – egal ob Anfänger oder Profi“, meinte der Geschäftsführer. Die Kletterherausforderung sei sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet. Es gebe blaue, rote und schwarze Routen, die ähnlich wie bei Skipisten immer anspruchsvoller werden.
Rund 90 Minuten hätten die Besucher Zeit, um die Hindernisse zu meistern. „Die meisten kommen aber oft schon früher runter, weil es ziemlich anstrengend sein kann“, so Zeller.
Sicherheit steht für den Betreiber an erster Stelle
Zudem sei der Hochseilgarten jederzeit erweiterbar und entspreche den neuesten Sicherheitsstandards. „Wir wollen, dass jeder eine gute Zeit hat und auch wieder unbeschadet auf den Boden zurückkommt“, betonte er. Aus diesem Grund wurden auch die Festdamen zuerst von zwei Kletterführern in den wichtigsten Kenntnissen geschult. Als dann jeder Gurt saß und alle Handys aus den Hosentaschen raus waren, ging es für die Festdamen ab in die Höhe.
Die 23 Frauen kletterten auf allen drei Ebenen und probierten fast jeden Schwierigkeitsgrad aus. „Die schwarzen Hindernisse habe ich lieber ausgelassen“, sagte Veronika Zitzler. Die 21-Jährige habe nach eigenen Worten „Respekt vor der Höhe“ und habe sich deshalb auf die leichteren Routen konzentriert. „Trotzdem finde ich es toll, dass jeder sich seinen eigenen Weg suchen kann und man nicht alle Hindernisse überqueren muss“, schilderte Zitzler.
Die besonders schwindelfreien Festdamen trauten sich nach ganz oben in das dritte Stockwerk des Hochseilgartens. Christine Mändl zeigte sich begeistert von der Aussicht in 17 Metern Höhe: „Der Blick über den Steinberger See ist von dort oben wirklich toll.“ Die 21-jährige hatte laut eigenen Worten „überhaupt kein Problem mit der Höhe“, auch weil sie als Elektrikerin oft hoch oben arbeiten müsse. Nach gut eineinhalb Stunden war dann auch die letzte Festdame wieder sicher am Boden angekommen. Kletterführerin Luisa Glaab zeigte sich beeindruckt von der Frauengruppe: „Die Mädels haben sich wirklich sehr gut angestellt und wir mussten nicht eingreifen.“ Für den Fall der Fälle sei laut der 23-Jährigen aber jederzeit ein Kletter-Profi vor Ort: „Natürlich hoffen wir, dass nie etwas Schlimmes passiert, aber wenn nötig, sind wir da.“
Das Fazit der Mädchengruppe zum Klettertag am Steinberger See fiel eindeutig aus: „Wir hatten wirklich sehr viel Spaß und können den Klettergarten nur weiterempfehlen“, sagte Vorsitzende Lisa Birzer. Vor allem die Aussicht und die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade hätten den Festdamen besonders gut gefallen. „Außerdem war das ein tolle Abwechslung zu unseren sonstigen Festen und Events“, so Birzer.
Holzkugel-Chef Tom Zeller hat große Pläne für die Zukunft
Voller Vorfreude blickt inMotion Park-Geschäftsführer Tom Zeller auf die nächste Tage: „Ich bin sehr gespannt, wie der Kletterpark bei den Leuten ankommt. Dass die Festdamen so viel Spaß hatten, ist schon mal ein gutes Zeichen“, so Zeller.
Er habe bereits ein gutes Gefühl und hoffe, dass viele Familien und Kletterbegeisterte in Zukunft vorbeischauen. „Wenn der Kletterpark gut ankommt, habe ich noch mehr Pläne“, verriet Zeller. Neben einer Erweiterung für den Hochseilgarten beschäftige ihn vor allem eine andere Idee: „Ich überlege , ob wir hier irgendwas zum Thema Ernährung aufziehen können.“
Kindern die Bedeutung von Bewegung und gesunder Ernährung näherzubringen sei für ihn eine echte Herzensangelegenheit. „Mit dem Kletterpark sind wir jetzt schon mal den ersten Schritt gegangen“, so Zeller.



