In der Stadt Schwandorf gibt es derzeit ein Blumenmeer an vielen Ecken

Es ist ein herrlicher Anblick, der sich den Schwandorfern und den Gästen der Großen Kreisstadt derzeit bietet: Auch heuer haben die Mitarbeiter des Bauhofs wieder dafür gesorgt, dass die Stadt richtig aufblüht.
2. Bürgermeister Andreas Wopperer (CSU) und Bauhofleiter Michael Übel inspizierten kürzlich die Frühjahrsbepflanzung und freuten sich über das wieder einmal gelungene Werk des Bauhof-Teams.
„Arbeitstechnisch und konzeptionell“ sei das wieder eine „großartige Leistung“ gewesen, lobte der OB-Vertreter. Die vielen Blüten seien „einfach schön“. Wopperer zeigte sich überzeugt, dass sich der Aufwand jedes Jahr aufs Neue lohnt. „Das wird von der Bevölkerung wertgeschätzt“, sagte er.
Nicht nur die Mischung „Prima Bella“ sorgt in Schwandorf für Farbe
Bereits im Oktober, noch vor dem ersten Frost, haben Franz Scharf vom Fachbereich Grünanlagen und ein gutes Dutzend weiterer Bauhofmitarbeiter einen Teil der Zwiebel gesetzt.
Aus den Knollen mit blumigen Namen wie „Prima Profit“ oder „Prima Bella“ haben sich Tausende von Blüten in allen möglichen Farben entwickelt. Rote Tulpen und blaue Hyazinthen können ebenso bestaunt werden wie weiß-gelbe Narzissen.
Das wird von der Bevölkerung wertgeschätzt.
Andreas Wopperer, 2. Bürgermeister
Jedes Jahr werden an neuen Stellen weitere Zwiebel eingebracht. Im vergangenen Herbst waren der Sokolov-Kreisel, die Fabrikstraße, die Fichtlanlage, die Hoher-Bogen-Straße, die Ortseinfahrt von Klardorf, der Kreuzberg sowie der Kreuzbergring, die Schlachthofunterführung und die Winterbergstraße an der Reihe.
Insgesamt wurden 35 000 Zwiebel in die Erde gesetzt. Die meisten davon nicht per Hand, sondern mit Hilfe spezieller Maschinen. Die Geräte, die dabei von Fremdfirmen zum Einsatz kommen, könnten theoretisch „bis zu 5000 Stück in der Stunde“ schaffen, hieß es beim Pressetermin. „Das funktioniert wie eine Art Pflug. Die Rasen-Soden werden gespalten, und aus einem Sieb fallen die Zwiebeln heraus. Wir müssen die Rasenstücke dann nur noch festtreten“, erklärte Franz Scharf vom Fachbereich Grünanlagen den Ablauf.
Den Auftrag erledigten Fremdfirmen, die Stadt investierte 2024 rund 9700 Euro dafür. Die Gartenfachleute bei der Stadt sorgen dafür, dass die Blumenpracht in Schwandorf möglichst lange und ohne Unterbrechungen vorhält.
Heuer gibt es in Schwandorf keine neuen Spätblüher
Saison ist laut Scharf von Februar, wenn sich die ersten Krokusse blicken lassen, bis Mitte Mai. Spätblüher, die dann noch bis Ende Juni für Farbtupfer sorgen, konnten anders als in den Vorjahren im vergangenen Herbst dagegen nicht gesetzt werden. „Dazu fehlte uns leider die Zeit“, berichtete Scharf und bat um Verständnis.

Und dem Mann vom Fachbereich Grünanlagen war es dann noch wichtig, auf einen weiteren Punkt hinzuweisen. Oft würde er Nachfragen erhalten, warum denn nach der Blüte die entsprechenden Flächen nicht gleich vom Bauhof gemäht werden, damit wieder alles sauber aussieht.
Doch diese Arbeit könne man erst erledigen, wenn sich die Zwiebel eingezogen hat. Blätter und Stengel verwelken und geben den Zwiebeln Kraft für das nächste Frühjahr. Erst wenn die Blätter gelb werden, sei dieser Prozess etwa sechs Wochen nach der Blüte abgeschlossen. Dann werde freilich auch wieder gemäht, so Franz Scharf.
Besondere Anstrengungen unternahmen die Bauhof-Mitarbeiter auch heuer wieder, um die Schwandorfer Innenstadt zu verschönern. Die Blumentröge und Großgefäße im Stadtkern wurden bepflanzt – mit Primeln, Märzenbechern und anderen Frühjahrsblühern. Ab Mitte Mai sollen die Sommerblumen in Beeten, Trögen, Töpfen und Pyramiden folgen.

Und dann gibt es da ja noch weitere Frühlingsboten in der Großen Kreisstadt: die städtischen Springbrunnen. Die Anlagen am Marktplatz, am Adolph-Kolping-Platz und auch die beliebten Wasserspiele in der komplett umgestalteten Grünanlage an der Kreuzbergallee sind inzwischen alle in Betrieb genommen worden.