Zwei Wappen zieren nun den Sokolov-Kreisel – Sitzgruppe wird in Schwandorfs Süden gebaut

Die Große Kreisstadt Schwandorf hat heuer einen Grund zum Feiern: Die Städtepartnerschaft mit Sokolov in Tschechien besteht seit 25 Jahren. Die Freundschaft wird mit einem Festakt in der Oberpfalzhalle in Schwandorf am 10. Mai gefeiert. Der Sokolov- Kreisverkehr im Stadtsüden, an dem sich die Regensburger Straße und die Hans-Kraus-Allee kreuzen, wurde nun pünktlich zum Jubiläum aufgewertet.
Der Kreisel, der vielen Schwandorfern eher als TBG-Kreisel aufgrund seiner Nähe zum Betonwerk in Schwandorf bekannt ist, heißt offiziell Sokolov-Kreisel. „Eigentlich heißt er schon seit März 2020 so“, berichtete 2. Bürgermeister Andreas Wopperer (CSU). Die Idee, den Kreisel der Partnerstadt zu widmen, hatte die CSU-Stadtratsfraktion anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft und brachte ihn damals als Antrag in den Bauausschuss an. „So wie die Freundschaft mit dem französischen Libourne die Libourne-Allee hat, wollten wir auch die Freundschaft mit Sokolov in der Stadt zeigen“, erklärte Wopperer und CSU-Stadtrat Hans Sieß aus Klardorf stimmte ihm zu.
Austausch ist Alltag geworden
Mit den Freunden aus Sokolov bestehe ein reger Austausch, der schon, wie Wopperer betonte, Alltag geworden ist: „Das Miteinander durch die Schulen, gegenseitige Besuche und auch die Zusammenarbeit von Chören beleben die Partnerschaft das ganze Jahr über.“
Neu an dem Kreisverkehr sind nun die beiden Wappen von Schwandorf und Sokolov, die sowohl an der Nord- als auch an der Südseite angebracht sind. Diese wurden laut Wopperer Ende 2024 montiert. Fertig ist man aber noch nicht.
Denn wie Bauhofleiter Michael Übel erklärte, handelt es sich bei der aktuellen Gestaltung noch um ein Provisorium. „Eine genaue Planung muss noch in der Stadtplanung entstehen“, so Übel wörtlich. Die drei Millimeter dicken Aluplatten, die jeweils 1,50 auf 1,30 Meter groß sind und auf einem Betonfundament liegen, seien noch nicht optimal von der Straße aus zu sehen. „Man könnte sie ein Stück anheben oder auch einen Schriftzug anbringen, damit die Leute sehen, dass es sich um den Sokolov-Kreisel handelt“, regte Übel an. Dies sei aber zunächst Aufgabe der Stadtplanung.
Bäume sollen Schatten spenden
Auch die Fahnen, die derzeit im Wind flattern, sollen getauscht werden. Derzeit wehen dort die Deutschland-, die Europa- und die Schwandorf-Fahne. Gewünscht sei, dass dort bald statt der Deutschland- die Sokolov-Fahne gehisst werde.
Ich glaube, dass wird von den Leuten dann super angenommen.
Michael Übel, Bauhofleiter
Derzeit werkeln die Mitarbeiter des Bauhofs weiter fleißig beim Kreisel. Es entsteht, wie der Bauhofleiter berichtete, eine Sitzgruppe mit Tischen und Bänken, die beispielsweise Radler für eine Pause oder zum Verweilen dienen soll. Schattenspendende Bäume sollen auch noch gepflanzt werden. „Ich glaube, dass wird von den Leuten dann super angenommen“, zeigte sich Übel überzeugt.
Anm. d. Red.: In einer früheren Version des Artikels wurde berichtet, dass der Festakt am 10. Mai in der Spitalkirche stattfinden soll. Das wurde beim Pressetermin so irrtümlicherweise mitgeteilt. Inzwischen wurde dies korrigiert. Die Veranstaltung findet in der Oberpfalzhalle statt.