Umfangreiche Reparaturen: Zugverkehr bleibt nach tödlichem Unfall bei Klardorf vorerst eingleisig

Auch mehrere Tage nach dem tödlichen Unfall am Bahnübergang Klardorf ist die Strecke weiterhin beeinträchtigt. Wie die Deutsche Bahn auf Anfrage mitteilte, sei der Abschnitt zwischen Schwandorf und Maxhütte-Haidhof aktuell nur eingleisig befahrbar. „Bis das zweite Gleis voraussichtlich Mitte Mai wieder nutzbar ist, sind umfangreiche Reparaturarbeiten nötig“, sagte eine Sprecherin.
Durch das Unglück seien auf 500 Metern Schwellen und Schienen geschädigt worden. Mehr noch, auch der Bahnübergang müsse „zu 50 Prozent wieder instandgesetzt werden“. Tatsächlich ist dieser nicht regulär in Betrieb: Statt der Schranken sind derzeit Mitarbeiter vor Ort, die den Übergang händisch sperren und freigeben. Insgesamt spricht die DB von einer Schadenssumme, die sich im „unteren sechsstelligen Bereich“ bewege.
So lange die Reparaturen andauern, bleibt es derweil beim eingleisigen Zugverkehr. Für die Fahrgäste komme es daher weiter zu Einschränkungen, wenn sie auf der Strecke Regensburg-Schwandorf unterwegs sind, so eine Bahn-Sprecherin.
Polizei ermittelt weiter zu dem tödlichen Unglück
Wie berichtet, kam es am Dienstag zu einem tödlichen Unfall in Klardorf. Ein Auto wurde, auf dem Bahnübergang stehend, frontal von einem Regionalexpress aus Regensburg erfasst. Der 76-jährige Autofahrer wurde dabei tödlich verletzt. Die 24 Fahrgäste blieben körperlich unverletzt, erlitten aber teils einen Schock.
Der Regionalexpress selbst wurde im vorderen Bereich aus dem Gleis gehoben. Zur Unfallursache laufen derzeit Ermittlungen. Die Polizei geht aber davon aus, dass die Schranke zum Unfallzeitpunkt geschlossen war.