Mainburg: Bürgerbegehren für den Krankenhauserhalt geplant

Werner Hampel fürchtet um die Notversorgung in Mainburg. Im Januar hatte er eine Demo zum Erhalt des Mainburger Krankenhauses mit mehr als 2500 Teilnehmenden geführt und dabei auch das Gespräch mit CSU-Spitzenkandidat Alexander Dobrinth gesucht, der zum Wahlkampf gekommen war. Nun will er mit einem „Retterteam“ die Infrastruktur in Mainburg, allem voran das Krankenhaus, erhalten. Hampel lädt dazu alle Interessierten ein, sich einzubringen, in Arbeitskreisen gemeinsam positive und kreative Ideen zu entwickeln, wie man das Krankenhaus retten könnte. In etwa vier Wochen will er eine erste Versammlung für das „Retterteam“ einberufen, eventuell einen gemeinnützigen Verein gründen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, wird aber zeitnah in der Presse mitgeteilt.
Hampel strebt zudem ein Bürgerbegehren an. Der Text dazu ist schon vorformuliert, aber an der Formulierung könne noch gefeilt werden. Hier können sich gerne auch Juristen einbringen. Laut Hampel sei es wichtig, das Bürgerbegehren zeitnah auf den Weg zu bringen. Denn dann könnten die Menschen bei der Kommunalwahl im März 2026 abstimmen, ob sie dafür sind, dass alles getan werde, um das Krankenhaus zu erhalten. Voraussetzung wäre allerdings, dass rund 6300 Unterstützer aus dem ganzen Kreis Kelheim oder etwa 3900 Wahlberechtigte aus Mainburg unterschreiben, erst dann könnte es zu dieser Abstimmung kommen.
Das Ergebnis der Abstimmung sei dann für den neu gewählten Kreistag bindend. Hampel will Druck ausüben, wohlwissend, dass die Kreispolitik auch im Würgegriff des Bezirks und des Bundes ist. „Der Kreis kann die Defizite nicht übernehmen, da ist die Bundespolitik gefordert“. Wenn die neu gewählte Regierung Gelder einplant, dann sollen auch kleine Kliniken nicht zu kurz kommen, so seine Forderung.
Das Krankenhaus in Mainburg sei schon deshalb unverzichtbar, so Hampel, weil es nicht nur 45.000 Menschen im Landkreissüden als erste Anlaufstelle im Notfall gelte, sondern auch Einwohnern in den Nachbarlandkreisen Landshut und Freising. Insgesamt seien es 75.000 Menschen, für die das Krankenhaus Mainburg das nächst gelegenes Haus im Notfall sei. Hampel fordert auch ein Gutachten gesondert zur Klinik in Mainburg.
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Im „Retterteam“ könne im Übrigen jeder mitmachen, er reiche jeder Partei seine Hand, gemeinsam könne man dann nach Lösungen suchen.