Mainburger Krankenhaus-Initiative ist nach Gespräch mit Ministerin Gerlach enttäuscht

Von Martina Hutzler · 10. März 2025 um 05:00

Die Bürgerinitiative „Rettet das Krankenhaus Mainburg“ hält an ihrem Ziel fest, die dortige Ilmtalklinik als Allgemeinkrankenhaus samt stationärer Notfallversorgung zu erhalten - auch nach einem aus BI-Sicht nicht zufriedenstellendem Gespräch mit der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach.

Beim Termin machte die BI deutlich, dass das Mainburger Krankenhaus mit seinem Leistungsspektrum erhalten bleiben oder sogar hochgestuft werden müsse, berichtet BI-Sprecherin Annette Setzensack. Dafür habe die Ministerin zwar Verständnis gezeigt, aber auf den nötigen Konzentrationsprozess im Krankenhauswesen verwiesen. Auch würden „egal unter welcher Regierung“ die Strukturvorgaben nicht so weit gesenkt, dass Mainburg sie noch erfüllen könne. Ähnlich hätten die Fachleute vom Ministerium und der Bayerischen Krankenhausgesellschaft argumentiert, heißt es in der Mitteilung der BI weiter. Der Ärztliche Landesbeauftragte Rettungsdienst habe für eine „integrierte Notfallversorgung im ambulanten Sektor mit einem Anlaufpunkt vor Ort“ plädiert.

Als Fazit des Gesprächs sieht Setzensack einen „politischen Offenbarungseid der Staatsregierung, unserem Krankenhaus im mehr oder weniger unveränderten Fortbestand als Grundversorger nicht helfen zu können bzw. auch zu wollen“. Dennoch sei die BI dankbar für die „Möglichkeit zu einem sachlichen Austausch“ gewesen; dieser solle „nicht der letzte bleiben“.

Ungeachtet dieser attestierten Sachlichkeit beim Münchner Gespräch, an dem auch Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) teilnahm, kritisiert die Mainburger BI auf Landkreis-Ebene „nicht haltbare Unterstellungen“, denen man seitens der CSU bei der jüngsten Kreistagssitzung ausgesetzt gewesen sei.

BI-Sprecherin Setzensack, selbst für die ÖDP im Kreistag, betont in einer weiteren Stellungnahme dass die BI keine „Beleidigungen, Hassrede oder Drohungen“ toleriere. Entsprechende Vorwürfe weise man daher zurück.