Katarina Moravcikova verwirklicht sich in Cham mit Kathi’s Kuchen Bar den Traum vom eigenen Café

Von Johannes Lesser · 29. April 2025 um 15:49

In der Chamer Innenstadt entsteht ein neues Café – mit einer persönlichen Geschichte. „Mein Plan ist, ein bisschen Freude nach Cham zu bringen.“ Katarina Moravcikova sitzt auf einem bequemen Stuhl im Erdgeschoss der Hafnerstraße 16. Noch ist nicht alles fertig, doch das Ambiente stimmt schon. Große Folien an den Fenstern schützen vor neugierigen Passanten. Wirft man einen Blick dahinter, zeigen sich türkis gestrichene Wände, eine gepolsterte Sitzbank an der Wand, eine Theke mit großer Kaffeemaschine und Kuchenattrappen in goldenen Bilderrahmen. Hier wird Moravcikova in den nächsten zwei Wochen erstmals Kaffee und Kuchen anbieten.

„Guter Kaffee und perfekter Kuchen dazu“, beschreibt sie den Plan für ihr zukünftiges Angebot. Gerade die Kuchen stehen – der Name Kathi‘s Kuchen Bar verrät es schon - im Mittelpunkt. Dabei soll für Abwechslung gesorgt sein – „slowakische, tschechische, deutsche und französische“ Kreationen will Moravcikova anbieten. Gebacken von ihr selbst. „Ich möchte ausprobieren“, sagt Moravcikova, „wie die Leute reagieren werden.“

Einige der Kuchen werden auf traditionelle Rezepte zurückgehen. „Die habe ich von meiner Oma gelernt und von meiner Mutter.“ Das Design sei dabei etwas anders, zum Geschmack meint Moravcikova: „Ich denke: sehr gut. Die Zutaten sind richtig so, wie sie früher waren.“

Durch Umschulung zur Konditorin geworden

Die Leidenschaft für das Backen entdeckte sie schon ihrer Kindheit: „Jedes Mal, wenn ich Geburtstag gehabt hab‘, hab‘ ich für jeden was gebacken“, erzählt sie. Auch in ihrem früheren Beruf in einer Fabrik. Die Rückmeldungen waren stets positiv. Die Frage kam auf: „Warum machst du das nicht professionell?“

Auch ihren Freunden kam ihre Leidenschaft zugute, wenn sie beispielsweise Motivtorten bekamen. „Jeder war sehr zufrieden. Und jeder hat mir gesagt: ,Das ist schade, wenn du in einer Fabrik arbeitest. Du kannst auch selber was machen.‘“ Und Katarina Moravcikova machte etwas. Sie schulte zur Konditorin um und steht jetzt unmittelbar vor der Eröffnung ihres eigenen Cafés.

Ich bin sehr oft hier und es gefällt mir.

Katarina Moravcikova über die Stadt Cham

Der Weg dahin war nicht leicht. „Wir haben lange einen Platz gesucht“, sagt sie. „Es ist schwer, was zu finden, das für mich passt. Mit dem Café und dem Backen.“ In Cham fühlt sie sich wohl: „Ich bin sehr oft hier und es gefällt mir. Es sind nette Leute, dann hab‘ ich gemeint, das funktioniert hier.“ Doch mit der Ladenfläche alleine war es nicht getan. „Das ist ein altes Gebäude“, erklärt Moravcikova. „Die Renovierungsarbeit, das war schon schwer.“ Gerade für die Stromversorgung mussten viele Elemente gewechselt werden. Ursprünglich hatte sie geplant, im April zu öffnen. Durch die Schwierigkeiten verzögerte sich der Start aber.

Von der Straße aus ist das Logo bereits gut zu sehen. - Foto: Johannes Lesser

Wenn es losgeht, erwartet Katarina Moravcikova ein breites Aufgabenfeld. „Vormittags, also ab fünf oder sechs möchte ich backen und dann verkaufen.“ Wenn das laufe, könne sie sich jemand zur Unterstützung dazuholen.

Bereits weitere Pläne für die Zukunft

Daneben hat sie für die Zukunft auch schon weitere Pläne: „Wenn das gut wird, dann möchte ich vielleicht auch ab und zu am Samstag einen Genießerabend machen.“ Dort soll es dann beispielsweise spezielle Desserts geben, die normalerweise nicht zum Angebot gehören. Was ihre Kunden angeht, richtet sich die Kuchenbar an alle Generationen. „Ich möchte für jeden etwas anbieten“, sagt Moravcikova.

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Wie für sie der perfekte Start aussieht? „Wenn die Leute zufrieden mit mir sind und eine gute Laune haben. Wenn sie das probieren, was ich gemacht habe und wiederkommen. Ich hoffe, wir haben es jetzt schön gemacht, dann wird das hier eine gute Atmosphäre.“