Nach tödlichem Bahnunfall bei Klardorf: Strecke bleibt wohl bis in die Nacht gesperrt

Von Martin Kellermeier, Jan Lange, Philipp Breu · 29. April 2025 um 11:45

Ein Senior ist am Dienstagvormittag bei einem Bahnunfall im Schwandorfer Stadtgebiet tödlich verletzt worden. Ein Regionalzug hatte den Wagen des 76-Jährigen frontal beim Bahnübergang in Klardorf erfasst. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Der betroffene Streckenabschnitt dürfte noch bis in die Nacht hinein gesperrt bleiben.

Der Zug war von Regensburg nach Schwandorf unterwegs, als es gegen 11 Uhr am Bahnübergang Klardorf zu dem Frontalzusammenstoß kam. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Die Polizei kündigte umfangreiche Ermittlungen an.

Einen ausführlichen Bericht über das Unglück in Schwandorf lesen Sie hier: Trotz geschlossener Schranken stand Auto im Gleis – Tödlicher Bahnunfall bei Klardorf gibt Rätsel auf

Das Auto mit Schwandorfer Kennzeichen wurde durch die Kollision bis zur Unkenntlichkeit zerstört und der Senior aus dem Wagen geschleudert. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Zug war aus dem Gleis gesprungen

Im Zug befanden sich zum Unfallzeitpunkt 24 Fahrgäste, einer wurde leicht verletzt. Der Regionalexpress kam mehrere Hundert Meter nach dem Bahnübergang zum Stehen und sprang aus dem Gleis. Dies macht eine aufwendige Bergung notwendig.

Der Sachschaden dürfte wohl mindestens im unteren sechsstelligen Bereich liegen. Die Strecke ist derzeit (Stand: 16.50 Uhr) in beide Richtungen für längere Zeit gesperrt und wird vor Einbruch der Nacht wohl nicht wieder befahrbar sein. Auch psychosoziale Notfallversorgung rückte an, um die Zeugen des Unfalls und die Hinterbliebenen zu betreuen.

Großaufgebot an Rettungskräften vor Ort

Neben der Polizei waren insgesamt 70 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Sie kamen von den Feuerwehren Klardorf, Steinberg am See und Teublitz. Unterstützt wurden diese von der Kreisbrandinspektion um Kreisbrandmeister Christoph Spörl und Kreisbrandrat Christian Demleitner. Ferner war der Rettungsdienst mit drei Rettungswagen und zwei Notärzten vor Ort.

Zudem waren die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Feuerwehr, die Sanitätseinsatzleitung sowie das THW mit einem Fachberater im Einsatz. Auch die Notfallmanager der Deutschen Bahn waren gefordert.

Die Trümmerteile wurden durch die Wucht des Aufpralls weit verteilt. Foto: Martin Kellermeier
Das Auto wurde durch die Kollision am Klardorfer Bahnübergang bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Der Fahrer wurde aus dem Wagen geschleudert und tödlich verletzt. Foto: Martin Kellermeier
Die Einsatzkräfte hatten rund um die Unfallstelle einen Sichtschutz aufgestellt. Foto: Martin Kellermeier