Regensburg bei E-Ladesäulen im bayernweiten Vergleich auf Platz eins: 2025 hat die Rewag noch einiges vor

In Zeiten des Klimawandels ist Regensburg auf einem guten Weg. Zumindest wenn man sich die neuesten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes und der Bundesnetzagentur zu E-Ladesäulen anschaut. Demnach kommen durchschnittlich 6,1 Elektroautos und Plug-in-Hybride auf eine öffentliche Ladestation: das bedeutet Platz eins für die Domstadt im Bayern-Ranking.
Besonders viele Ladesäulen befinden sich in Regensburg rund um die Altstadt. „Grundsätzlich geht es um eine weitere Verdichtung des Ladenetzes, insbesondere an den Standorten, die eine besonders hohe Nachfrage erfahren“, sagt Martin Gottschalk, Pressesprecher der Rewag.
Ein langer ProzessDass Regensburg auf Platz eins liegt, ist ein Erfolg des kontinuierlichen Ausbaus des Lade-Netzes. Seit 2015 gibt es erste Elektroladesäulen. Aktuell unterhält allein die Rewag in Regensburg 425 öffentliche Ladepunkte. Dazu kommen noch 450 nicht-öffentliche E-Tankstellen, wie Nikolaus Sackersdorff, der stellvertretende Leiter Kommunikation der Rewag, mitteilt. Eine Entwicklung, die den Umstieg vom Verbrenner auf das E-Auto attraktiver macht.
Sparen durch Autowechsel?
Dies bestätigt auch MZ-Leser Peter Kranz, der vor circa eineinhalb Jahren auf einen Hybrid umgestiegen ist. „Mein Audi Q3 Hybrid verbraucht auf 100 Kilometer 23 kWh. Bei einem Preis von 25 Cent pro kWh macht das einen Kilometerpreis von 5,75 Cent. Im Verbrennungsmodus werden pro 100 Kilometer 6,5 Liter Treibstoff verbraucht. Bei einem Literpreis von circa 1,80 Euro macht das pro Kilometer 11,7 Cent“, so Kranz.
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Und die Nachfrage nach E-Mobilität bemerkt auch die Stadt Regensburg bei den Zahlen zur Zulassung von Elektrofahrzeugen. Im Vorjahr wurden in Regensburg 1412 E-Fahrzeuge und 628 Plug-in-Hybride zugelassen. 2025 sind es zum Stichtag (28. April) bereits 430 Elektroautos und 239 Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.
In Regensburg war im vierten Quartal 2024 fast jedes vierte neu-zugelassene Auto elektrisch betrieben. Die Tendenz ist hier auch weiterhin steigend. Dementsprechend muss die Ladeinfrastruktur auch mit dem Mehr an Elektrofahrzeugen Schritt halten.
Martin Gottschalk, Pressesprecher Rewag
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So sollen auch die Voraussetzungen für die E-Mobilität noch weiter ausgebaut werden. „Regensburg hat schon jetzt ein dichtes Netz an Ladestationen. Da sich der Markt jedoch weiter positiv entwickeln wird, werden weitere Ladestationen im öffentlichen und halb-öffentlichen Raum benötigt. Zum Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur leistet unsere städtische Tochter, die Rewag, auch weiterhin ihren Beitrag“, erklärt Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt.
Wohngebiete verbessern
Echte „weiße Flecken“ im Ladesäulen-Netz der Domstadt gebe es laut Gottschalk nicht. Vielmehr müsse man eine Verdichtung anstreben, gerade in Wohngebieten. „Hier mehren sich die Nachfragen aus Liegenschaften, die keine Möglichkeit haben die eigenen Stellplätze zu elektrifizieren“, erklärt Gottschalk.
Deshalb will die Rewag noch in diesem Jahr 105 weitere öffentliche E-Ladesäulen in Regensburg errichten. Dazu kommen 25 zusätzliche öffentliche Ladepunkte im erweiterten Landkreis Regensburg. Derzeit bietet die Rewag überwiegend sogenannte Normalladesäulen, die eine Leistung von 11 bis 22 KW bieten. Außerdem gibt es in der Domstadt fünf Schnellladesäulen mit 50 bis 60 KW und zehn „Hypercharger“ mit jeweils 150 KW, erklärt Gottschalk.
Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern nur im oberen Mittelfeld. Und das obwohl es im Freistaat überdurchschnittlich viele Ladepunkte gibt, wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes und der Bundesnetzagentur vom 1. Januar hervorgeht. Grund dafür sind die ebenfalls überdurchschnittliche Anzahl von zugelassenen Elektroautos. Am schwächsten schneiden Schwabach und der Landkreis Wunsiedel im Bayern-Ranking ab. Hier steht durchschnittlich nur eine Ladesäule für 40 E- bzw. Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge zur Verfügung.