Schwandorfs Spargel schmeckt heuer besonders aromatisch – OB Feller half bei der Ernte mit

Endlich ist Frühling in der Großen Kreisstadt. Nicht nur die Blumen sprießen, auch auf den Spargelfeldern der Familie Scharl/Feldmeier im Stadtsüden herrscht wieder Hochbetrieb. Kürzlich half Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) bei der Ernte mit.
Bereits seit 1727 ist der Spargelhof in der Hand der Familie Scharl/Feldmeier. Derzeit führen Sigrid (47) und Josef (52) Feldmeier den Betrieb, zu dem neben Ackerbau vor allem der Spargel gehört.
2017 hatte Josef Scharl die Landwirtschaft an seine Tochter und ihren Mann übergeben. Über lange Zeit wurde das „weiße Gold“ an der Hofstelle in Dachelhofen verkauft. 2020 entschied sich die Familie dann aus Platzgründen zu einer Großinvestition und baute eine moderne Halle mit Hofladen an der Hans-Kraus-Allee. Den Kunden werden dort sechs verschiedene Sorten wie Prius, Ramires oder Bacchus (Grünspargel) angeboten.
OB Feller isst Spargel am liebsten mit Butter oder Schnitzel
Am Spargelhof schaute kürzlich auch OB Feller vorbei. Der Rathauschef outete sich beim Rundgang über das Gelände als großer Spargelfan. „Wann immer es geht, esse ich Spargel. Es ist einfach ein leichtes Frühsommergericht“, sagte Feller. Am liebsten würde er den Spargel mit Butter oder Sauce Hollandaise genießen, aber auch Schnitzel und Schinken seien hervorragende Beilagen.
Doch bevor der Spargel auf den Teller kommt, muss er freilich erst auf den Feldern gestochen werden. Nachdem die Folien an den Spargeldämmen zur Seite geschoben waren, griff auch der OB zum Werkzeug und stach eine Stange nach der anderen.
Schnell hatte der Rathauschef einen Eindruck von der Arbeit des Teams des Spargelhofs gewonnen. „Wenn man da den ganzen Tag bei Wind und Wetter draußen am Feld ist und in gebückter Haltung arbeitet, dann ist das schon anstrengend und richtige Arbeit. Das ist nichts für Weicheier“, stellte Feller fest.
Die Schwandorfer können sich über viel Frische ums Eck freuen
Nach der Feldarbeit ging es für den OB zurück in die Halle. Dort wurde der Spargel gewaschen und geschält. Feller zeigte sich begeistert vom Spargelhof. Hier würde es „sehr gute Qualität zu einem fairen Preis“ geben. Der Hof sei sehr sauber, man könne „hier fast vom Boden essen“. Und der OB konstatierte: „Für die Schwandorfer ist es ein großes Glück, dass wir so viel Frische ums Eck haben.“
Der Schwandorfer Spargel sei heuer sehr aromatisch und zeichne sich durch einen intensiven, feinen Spargelgeschmack aus, wie Testesser finden. Er sei überhaupt nicht bitter und sehr saftig.
Auch Sternekoch Sebastian Obendorfer serviert Spargel
Die Qualität des Spargels vom Hof der Familie Scharl/Feldmeier scheint sich herumgesprochen zu haben. Nicht nur auf den Wochenmärkten in der Region ist das Gemüse gefragt, auch ein Sternekoch setzt auf den Spargel aus der Großen Kreisstadt. Sebastian Obendorfer serviert seinen Gästen im Birkenhof bei Neunburg derzeit ebenfalls das weiße Gold aus Schwandorf. „Regionaler und nachhaltiger geht es kaum“, findet er.
Jedes Jahr kauft der Birkenhof rund eine Tonne Spargel in Schwandorf. Der wird im Restaurant „Eisvogel“ und in der „Turmstube“ verwendet. In der Turmstube gibt es eine spezielle Spargelkarte. Im Eisvogel wird zum Beispiel eine geeiste Spargelsuppe mit knuspriger Hühnerhaut serviert.
Noch bis Ende Juni wird die Spargelernte andauern. Die Familie Scharl/Feldmeier rechnet aufgrund der Witterung mit einem guten Ertrag in diesem Jahr.
Nicht nur das dürfte die Fans des Schwandorfer Spargels freuen. Denn mit dem 16 Jahre alten Maximilian Feldmeier steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern.



