Neu gestalteter Ortseingang von Walderbach: Jetzt schon ein beliebter Treffpunkt

Von Oliver Hausladen · 25. April 2025 um 11:00

„Der Bereich wird sehr gut angenommen, es ist schon ein Treffpunkt für Jung und Alt entstanden“, freut sich Walderbachs Bürgermeister Michael Schwarzfischer über die Resonanz auf den neu gestalteten westlichen Ortseingang mit Ausbau des Geh- und Radwegs. Bei beiden Maßnahmen sind die Arbeiten fast abgeschlossen.

Weit geht der Blick auf der neuen großen Aussichtsplattform über den Regen, zum Kloster und nach Reichenbach. Der Geh- und Radweg führt nicht mehr wie früher auf der Hauptstraße entlang, sondern südlich des Friedhofs direkt zu Kloster und Prälatengarten. „Früher haben die Radler nicht viel Sehenswertes mitbekommen, jetzt kommen sie direkt zu den schönsten Stellen im Dorf und sind nicht mehr parallel zum Autoverkehr unterwegs“, freut sich Schwarzfischer.

Geländer am Radweg und Tore am Friedhof fehlen unter anderem noch, benutzt werden können aber sowohl die neue Verbindung als auch die Aussichtsplattform schon. Ein weiterer Vorteil für Radler und Wanderer sei der neue Edeka-Markt mit Café, das viele zu einem Zwischenstopp nutzen würden. Auch dort lockt die Aussicht über den Regen. „Viele kaufen sich auch schnell etwas zu essen oder zu trinken und fahren dann weiter“, hat der Bürgermeister festgestellt.

Frühe Förderung

Die Planungen für die Umgestaltung des Bereichs, der auch den öffentlichen Parkplatz mit Grünanlage beim am 12, Dezember vergangenen Jahres eröffneten Edeka umfasst, begannen bereits im März 2023. Eine große Besonderheit war dabei die Förderung der Aufstellung des Bebauungsplans durch die Regierung der Oberpfalz im Rahmen der Städtebauförderung, wie Schwarzfischer erzählt. Dafür sei die Gemeinde der Regierung sehr dankbar, „es wurde gleich erkannt, wie wichtig dieses Projekt für die Kommune ist.“

Auch Edeka-Betreiber Pirzer war in die Planungen involviert, so musste der Markt etwa im nördlichen Teil etwas abgesenkt werden, um den Blick auf die Klosteranlage weiterhin möglich zu machen. Außerdem sei auch ein „hochwertiger Bau, der sich einpasst“ mit Holzfassade Pflicht gewesen, erläutert der Rathaus-Chef, es seien aber gemeinsam Lösungen gefunden worden, die für alle Seiten passen.

Finanzielle Punktlandung

Bei den Finanzen sei bei beiden Projekten fast eine Punktlandung geglückt. 1,376 Millionen Euro kosteten die Neugestaltung des Ortseingangs, der Bau des Geh- und Radwegs sowie der Aussichtsplattform. Etwa 80 Prozent davon wurden gefördert. Für den öffentlichen Parkplatz mit Grünanlage, der auch Stellplätze für Friedhofsbesucher oder Spaziergänger bietet, wurden 715 000 Euro fällig, etwa 40 Prozent der Kosten bleiben bei der Gemeinde Walderbach.

Ohne die hohen Förderquoten wären die Maßnahmen für die kleine Kommune nicht zu stemmen gewesen, betont Schwarzfischer. „So war es zu schaffen“, erläutert er, auch wenn die Kosten trotzdem noch eine sehr große Investition in den Haushalten darstellte. „Das Geld ist aber sehr gut investiert, und wir freuen uns, dass wir das Ganze realisieren konnten“, unterstreicht der Rathaus-Chef.

Sonstige Maßnahmen

Weitere Maßnahmen: Für die Fertigstellung des neuen Ortseingangs und die Weiterführung des Regental-Radwegs waren neben den beiden Haupt-Bauabschnitten noch weitere Maßnahmen nötig.

Hauptkanal verlegt: So wurde der Hauptkanal durch die Verwaltungsgemeinschaft Walderbach gegen Kostenerstattung verlegt.

Ableitungskanal gebaut: Auch musste die Kommune einen Ableitungskanal bauen und vorher ein Wasserrechtsverfahren durchführen.

Abbiegespur errichtet: Ebenso war durch die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Regensburg eine Abbiegespur von der Hauptstraße zu erstellen.

Der neue Radweg führt am Regen entlang direkt zur markanten Klosteranlage.