Walderbach misst sich im Dorfwettbewerb

Walderbach. Nach dem Sieg im Kreisentscheid bei „Unser Dorf hat Zukunft“ im vergangenen Jahr steht nun am 3.Juli die nächste Wettbewerbsebene bevor. Ein erlesenes Bewertungsgremium bereist insgesamt zehn Ortschaften in der gesamten Oberpfalz, um den Bezirkssieger zu ermitteln.
Der staatliche Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ will Ideen und Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft fördern und dadurch ein „Wir-Gefühl“ in den Dorfgemeinschaften schaffen, das Visionen für das eigene Lebensumfeld entstehen lässt. Bewertungsbereiche sind „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, „soziale und kulturelle Aktivitäten“, „Baugestaltung und Bauentwicklung“, „Grüngestaltung/-entwicklung“ und die „Einbindung des Dorfs in die Landschaft“.
Hervorragende Perspektiven
Walderbach kann in allen Bereichen mit einem guten Bestand und teils hervorragenden Entwicklungen und Perspektiven aufwarten. Landschaftlich liegt die „Perle des Regentals“ reizvoll eingebettet zwischen Fluss, sanften bewaldeten Hügeln und grünen Wiesen. Die imposante Klosteranlage prägt das Ortsbild. Das Dorf hofft auf den baldigen Abschluss der langwierigen Sanierung des Klostergebäudes und die Wiedereröffnung des dann barrierefreien und hochmodernen Kreismuseums.
Das Ensemble mit dem barocken Festsaal, der, über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Kirche St. Nikolaus (bedeutendster romanischer Hallenbau der Oberpfalz) und der herrlichen Kreislehrgartenanlage bilden das Herz Walderbachs. Die verkehrsgünstige Lage an der B16 und mittig zwischen Regensburg, Schwandorf und Cham sowie erschwingliche Grundstückspreise ziehen Bauwillige an. Steigende Einwohnerzahlen und neue Baugebiete belegen das eindrucksvoll.
Um die Lebensqualität für alle Generationen zu sichern und weiter auszubauen, hat die Gemeinde viel investiert und vorangebracht. Das 2018 neu eröffnete Kinderhaus hat seine Kapazitäten durch Naturstandort und Erweiterungsbau inzwischen verdoppelt. Für die älteren Kinder wurden ein neuer Spielplatz, eine Socceranlage und ein Skaterpark geschaffen, ein bestehender Spielplatz mit Spielgeräten speziell für kleinere Kinder aufgewertet.
Derzeit wird die Seniorenwohnanlage „Klosterblick“ gebaut, die auch eine Tagespflegestelle für ältere Bürger beheimaten wird. Um die Nahversorgung zu sichern und auszubauen entsteht aktuell ein Lebensmittelmarkt. Der komplette Außenbereich des Marktes wird von der Kommune als öffentliche Fläche gestaltet, die neben Parkplätzen auch die Verlängerung des bestehenden Geh- und Radweges mit Anbindung zur Klosteranlage und eine Aussichtsplattform beinhaltet. Barrierefreie Zugänge zu Kirche und Rathaus, ein Gehweg Richtung Stockhof, der neue Radweg nach Neubäu und geschaffene Badeplätze am Regen erhöhen Lebensqualität und Freizeitwert.
Grüne Energie
Eine große Freiflächen-PV-Anlage und viele Dach-Anlagen, u. a. auf fast allen öffentlichen Gebäuden der Kommune, liefern nachhaltigen Strom. Außerdem gab es Waldumbaumaßnahmen, die Umwidmung des erworbenen Fischteichs zum Naturweiher und die Anpflanzung einer Obstbaumallee. Zahlreiche neue Pflanzungen durch Gemeinde und den Gartenbauverein bringen noch mehr Grün in den Ortskern.
Ein besonderes Naturareal hat Hobbygärtner Richard Renner mit Unterstützung des gemeindlichen Bauhofs am Spielplatz im Quellweg geschaffen. In liebevoller Detailarbeit gestaltete er ehrenamtlich über Monate hinweg eine Restfläche zu einem blühenden Biotop mit Bäumen, Sträuchern, Stauden, Trockenmauern und Totholzarrangements.
Bei verschiedenen Ortsverschönerungsmaßnahmen war die (junge) Bevölkerung eingebunden, etwa durch Ferienaktionen, Schulprojekte oder Pflegeeinsätze. Die Walderbacher hoffen, die Kommission des Bezirks von der Zukunftsfähigkeit ihres Dorfes zu überzeugen. Am 3. Juli gegen 14.15 Uhr wird die zehnköpfige Bewertungsgruppe am Klostergebäude erwartet. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme an der Dorfbegehung eingeladen.