Bau der neuen öffentliche Toilette beim Neumarkter Münster wird teurer als zunächst gedacht

Von Wolfgang Endlein · 23. April 2025 um 11:00

Neues zu den geplanten öffentlichen Toiletten am Münster-Platz: Die Planungen sind vorangeschritten. Es gibt eine neue Kostenschätzung. Das Vorhaben kostet mehr als zuerst angenommen. Die Stadt Neumarkt nennt die Gründe dafür und was sie deswegen unternommen hat.

Das Ganze ist kein ungewöhnlicher Vorgang. Es gibt viele Beispiele von Bauvorhaben, bei denen die ersten Kostenschätzungen unter dem lagen, was die späteren konkreten Planungen ergaben. Im Fall der öffentliche WC-Anlage, die angrenzend an das Pfarrhaus von St. Johannes errichtet wird, ist es eine Differenz von rund 300 000 Euro.

Auf 500 000 Euro hatte man anfangs die Kosten geschätzt. Nachdem sich das beauftragte Architekturbüro Berschneider + Berschneider ans Planen gemacht hatte und die Anforderungen an die Toilettenanlage fortgeschrieben wurden, erhöhten sich die Kosten auf fast eine Million Euro.

Abbrucharbeiten kamen Stadt Neumarkt teurer als gedacht

Unter anderem kamen die Abbrucharbeiten teurer als angenommen, weil aufgrund des schlechten Zustands der bestehenden Wände mehr abgebrochen werden musste als geplant. Die Arbeiten der Archäologen, die Kampfmittelsondierung und die Ersatzbauten für die abgerissenen Garagen und Geräteschuppen des Pfarrhauses sind weitere Punkte, die die Kosten nach oben trieben. Diese und weitere Leistungen seien nicht vermeidbar gewesen, erklärt die Stadtverwaltung.

Hinzu hätten sich „erhöhte Anforderungen“ an das Gebäude ergeben. Dazu gehört der Schutz gegen Vandalismus, ein Still- und Wickelraum sowie ein WC, das Menschen mit Handicap nutzen können. Allein wegen der beiden letztgenannten Punkte ergeben sich laut Stadt Mehrkosten in Höhe von rund 150 000 Euro.

Stadt Neumarkt setzt bei neuen Toiletten den Rotstift an

Angesichts des Kostenanstiegs haben die Planer den Rotstift angesetzt. Beispielsweise strich man die großflächige Verglasung zugunsten einer klassischen Lochfassade mit konventionellen Fenstern. Die Fassade wird nicht aus Metall sein. Wo es geht, wird Beton durch Mauerwerk ersetzt. Statt einer Schiebetür wird es eine Drehflügeltür geben.

Stand jetzt werden dadurch laut Stadt 180 000 Euro eingespart. Außerdem werde es 237 000 Euro Fördermittel von Bund und Land geben. Das Rathaus geht daher aktuell von 595 000 Euro aus, die die Stadt selbst investieren muss. Am 30. April soll der Stadtrat dem Bauprojekt seinen Segen geben.