Endspurt vor der Saisoneröffnung: Am 10. Mai soll es im Chamer Freibad losgehen

Von Johannes Lesser · 12. April 2025 um 19:00

Sommerzeit ist Freibadzeit. Bei Temperaturen um die 20 Grad dürfte aktuell bei so manchem der Gedanke an den ersten Sprung ins kalte Wasser entstanden sein. Im Chamer Freizeitbad in der Badstraße 4 muss man darauf nicht mehr lange warten.

Auf der anderen Seite herrscht aktuell reger Betrieb. Bevor die Badesaison beginnen kann, muss alljährlich einiges erledigt werden. In gut einem Monat – am 10. Mai – soll es losgehen, verrät Andreas Vogt: „Bis dahin sollte alles fertig sein.“ Vogt ist Meister für Bäderbetriebe im Chamer Freizeit- und Hallenbad. Für ihn ist es die 28. Freibadsaison. Er erklärt: „Der letzte Öffnungstag ist im Freibad der erste Vorbereitungstag für die neue Saison.“ Mit den Arbeiten draußen wurde bereits am 1. März begonnen.

Wasser sucht man in den Becken derzeit aber noch vergeblich. Das sorgt für teils ungewohnte Perspektiven. Vor dem Sprungturm klafft das leere Becken wie ein blau-weiß gekachelter Krater. Im Schwimmbecken liegen die tiefblauen Orientierungslinien offen in der Sonne. Orangefarbene Bauzäune dienen der Absicherung. An allen Ecken sind Arbeiter auf den Kacheln unterwegs.

Es geht Schlag auf Schlag

Saubermachen, die Becken befüllen, die Filteranlagen in Betrieb nehmen – das sind derzeit die Hauptaufgaben, so Vogt. In den kommenden Wochen stehen dann die Abnahmen auf dem Programm – auch für die Wasserrutschen. Die überprüft der TÜV jährlich. „Es geht jetzt alles Schlag auf Schlag“, sagt Vogt, der bei den Arbeiten auch selbst voll gefordert ist. Das Wellenbecken soll zeitnah befüllt werden, das Sprung- und Schwimmbecken folgen dann später.

Eine erste Neuerung ist gleich in der Nähe des Eingangs sichtbar. Im Boden wurde ein zusätzliches Trampolin eingelassen – deutlich größer als sein Pendant nebenan. Stichwort Spielplatz: Dort soll im Laufe der nächsten Tage eine neue Schaukel die Bisherige ersetzen. Von anderen Arbeiten dürften die Besucher dagegen kaum etwas mitbekommen.

Frostschäden an den Fließen

So gab es heuer „übermäßig viele Frostschäden an den Fließen“, sagt der Betriebsleiter. So viele, dass sogar neue Fließen nachbestellt werden mussten. Das Problem: Sie werden nur auf Bestellung angefertigt, das macht den Aufwand größer. Auch das aktuelle Wetter mit dem nach wie vor leichten Frost ist für sie eine Herausforderung.

Trotz eines durchwachsenen Saisonstarts war das Chamer Freibad im Vorjahr ein Besuchermagnet. 77 000 Badegäste waren es am Ende. „Nach dem Start haben wir damit nicht gerechnet“, erinnert sich Vogt. „Unser Freibad ist ein Bad für die ganze Familie“, hebt er hervor. Eine Besonderheit sei zudem seine Lage und damit die Möglichkeit, auch im Fluss schwimmen zu gehen. Verlassen kann sich Vogt auch in diesem Jahr wieder auf die Stammgäste des Freibads. Solange das Becken beheizt sei, würden sie bei nahezu jeder Witterung vorbeikommen, erklärt er.

Abseits der Becken hat sich auch im Hauptgebäude etwas getan. Einerseits sind die Wasserleitungen in den Duschen erneuert worden, andererseits musste die alte Drehkreuzanlage einem neueren Modell weichen. Nach 40 Jahren im Einsatz ging sie kaputt. Die Besucherströme müssten jetzt etwas anders geleitet werden, sagt Vogt.

Eintritt bleibt gleich

Etwas, woran sich auch in diesem Jahr nichts ändert, ist der Eintritt. Der liegt bei vier Euro für Erwachsene, drei Euro für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie zehn Euro für Familien und damit unter dem Bundesdurchschnitt aus dem Vorjahr.

Vogt selbst hofft jetzt erst einmal auf eine „ruhige Saison“ ohne Zwischenfälle. „Alles andere ist egal.“

Informationen für Besucher

Öffnungszeiten: Das Chamer Freibad hat voraussichtlich ab dem 10. Mai täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Ab 19 Uhr gilt ein Einlasstop.

Preise: Die Tageskarten kosten vier Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder und Jugendliche. Familien zahlen zehn Euro. Ab 17 Uhr liegen die Preise bei drei, 2,20 und sieben Euro.

Für Andreas Vogt geht es in seine 28. Freibadsaison. In der Vorbereitung ist er ständig im Einsatz. Foto: Johannes Lesser
In Kürze soll das Wellenbecken wieder befüllt werden. Foto: Johannes Lesser
Neben dem Spielplatz gibt es ein neues Trampolin. Foto: Johannes Lesser
Weiterhin ein Blickfang: die Trichterrutsche Foto: Johannes Lesser
Der Anblick des Sprungturms ist derzeit nur etwas für Mutige ohne Höhenangst. Foto: Johannes Lesser