Weltcup mit internationaler Besetzung: Inline-Elite rast am 5. und 6. Juli durch Furth im Wald

Nach vielen Jahren findet in der Region wieder einmal ein Weltcup statt. Am 5. und 6. Juli trifft sich die Weltelite in Furth im Wald beim Inline Alpine Weltcup 2025.
„Ich freue mich über diese besondere Veranstaltung“, sagte Bürgermeister Sandro Bauer im Rahmen der Vorstellungs-Pressekonferenz. Er betonte, dass die Sportart in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht so präsent ist. Furth im Wald könne so einen Beitrag leisten, das zu ändern.
Auch Japan ist dabei
Angedacht war ein Event dieser Art schon einige Jahre, informierte Inline-Bundestrainer Peter Schödlbauer aus Bad Kötzting. „Es freut uns aber ganz besonders, dass es jetzt während der Landesgartenschau soweit ist.“ Das sei nicht nur für die Sportart gut, sondern auch für Furth im Wald. „Es ist eine Besonderheit nach zehn Jahren wieder einen Weltcup in der Region zu haben.“ Der Bundestrainer versprach, dass alle führenden Nationen in der Drachenstadt erwartet werden. „Deutschland hat im Weltzirkus eine Spitzenposition inne“, so der Inlinetrainer. Es wird aber starke Konkurrenz aus Ländern wie Italien, Kroatien, Tschechien, Serbien, Schweiz, Lettland und sogar Japan erwartet. „Diese internationale Großveranstaltung ist das Sahnehäubchen auf der Torte Landesgartenschau.“
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Die Strecke, die zu bewältigen ist, bezeichnet Schödlbauer als durchaus anspruchsvoll, vergleichbar mit der Weltcup-Strecke in Wengen. Gestartet wird an der Einfahrt zu alten Bundesstraße 20 in die Kreuzkirchstraße. Weiter geht es über die Bahnbrücke und vor dem Stadtplatz, die S-Kurve hinunter in die Bahnhofstraße. Für Männer und Frauen werden mit Slalom (Länge: rund 300 Meter) und Riesenslalom (360 bis 390 m) jeweils zwei Disziplinen angeboten. Es werden Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 40 Stundenkilometer erreicht. Um ein Gefühl für den Speed zu bekommen, erklärt der Bundestrainer, dass beim Slalom 45 Tore gesteckt sind, für jedes sind ungefähr 0,7 Sekunden Zeit. Rund 100 bis 120 Sportler gehen an den Start, es gibt jeweils zwei Läufe, wobei zu den zweiten Läufen nur die besten 40 Athleten antreten dürfen.
Regionale Vereine helfen mit
Eine Besonderheit der Großveranstaltung ist demnach, dass sie unter Zuhilfenahme regionaler Vereine organisiert wird. Man wolle die Verantwortung und die Arbeit auf vielen Schultern verteilen. Für das Event in der Oberpfalz sind maßgeblich der Skiclub Furth im Wald, der FC Chammünster sowie der ASV Arrach dabei.
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Mit dem Weltcup möchte man auch die Möglichkeit nutzen, die Jugend für diesen Sport zu interessieren. „Inline Alpin ist sehr nachhaltig“, sagt Schödlbauer und ergänzt: „Es gibt keine Eingriffe in die Natur, wir nehmen die Situation vor Ort, so wie sie ist.“ In Bezug auf die Technik sei Inline vergleichbar mit dem Skifahren. Gerade in Wintersportregionen, die immer schneearmer werden eine gute Alternative zum Brettlsport. „Wir brauchen keine Pistenpräparation, keine Chemie und keine Schneekanonen“, beschreibt der Trainer den Vorteil seiner Sportart. Der Aspekt der Nachhaltigkeit passe auch sehr gut zur Idee der Landesgartenschau.
Wie Sigi Zistler Abteilungsleiter Ski/Inline vom FC Chammünster mitteilt, wird die gesamte Veranstaltung einen fünfstelligen Betrag kosten. Um so mehr freut man sich mit einem regionalen Bauunternehmer einen Sponsor gefunden zu haben. Auch die Stadt Furth im Wald wird, wie Schirmherr Sandro Bauer verspricht, dem Event tatkräftig unter die Arme greifen. Birgit Vogl vom ASV Arrach teilt mit, dass der Verein im Bereich Verköstigung aktiv sein wird. Erich Wittmann (FC Chammünster) erklärt, dass zwei große Lkws für den Transport des Materials in die Grenzstadt benötigt werden. Unter anderem werden die Bordsteinkanten und andere prekäre Stellen entlang der Strecke gesichert. Daher muss der Bereich auch von Samstag sechs Uhr morgens bis Sonntags 18 Uhr komplett gesperrt bleiben.
Kein Rahmenprogramm
Auf ein großes Rahmenprogramm hat man übrigens verzichtet. „Das wäre kontraproduktiv“, so Schödlbauer. Da werde ja schon viel auf der Landesgartenschau geboten. Der Weltcup soll keine Gegenveranstaltung, sondern ein Zusatzangebot sein. „Wir wollen ein weiteres Highlight bieten.“ Daher wird auch die Siegerehrung am Sonntag auf der Hauptbühne der Landesgartenschau stattfinden.
Der Eintritt ist übrigens frei. Die Verantwortlichen sind sich einig, dass es entlang der Strecke hervorragende Abschnitte gibt, die Rennen zu verfolgen.
