Deutlich besseres Ergebnis: Oberpfälzer Autozulieferer macht Gewinnsprung

Der Oberpfälzer Autozulieferer Grammer hat im ersten Quartal deutlich mehr Gewinn gemacht als im Vorjahreszeitraum. Das vermeldete das Unternehmen aus Ursensollen (Lkr. Amberg-Sulzbach) am Freitag im Rahmen einer Ad-Hoc-Mitteilung. Darin nennt der Konzern auch die Gründe für den Anstieg.
Demnach lag zwar der Konzernumsatz auf Basis vorläufiger Zahlen mit 487,4 Millionen Euro unter dem Wert der ersten drei Monate 2024 mit damals 498,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern (Ebit) konnte aber deutlich von 9,4 auf 23,9 Millionen Euro gesteigert werden.
Grammer führt das auf im vergangenen Jahr eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen zurück, die nun zunehmend ihre Wirkung entfalten würden. So habe man unter anderem die Kapazitäten in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) an die verringerten Kundenbedarfe angepasst.
Grammer: „Sanierungs- und Zukunftstarifvertrag“ abgeschlossen
Außerdem wurde kürzlich für die Standorte in der Oberpfalz ein „Sanierungs- und Zukunftstarifvertrag“ unterzeichnet, im Rahmen dessen die Grammer-Mitarbeiter unter anderem auf Sonderzahlungen verzichten sowie Tariferhöhungen verschoben werden. Das wirke sich ebenfalls positiv auf die Ergebnisentwicklung aus, heißt es nun vom Konzern. Das Papier war nötig geworden, weil das Unternehmen im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht war.
Grammer bestätigte nun seine Prognose für 2025: Umsatz auf Vorjahresniveau in Höhe von etwa 1,9 Milliarden Euro und ein operatives Ebit von etwa 60 Millionen Euro vorsieht.
US-Zölle könnten die Grammer AG belasten
Der Ausblick hänge allerdings maßgeblich von der weiteren geopolitischen Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ab, teilte das Unternehmen mit. Besonders „handelspolitische Unsicherheiten“ seien Risiken. „So könnten etwa die von den USA eingeführten Zölle die Automobilindustrie erheblich belasten und zu Störungen in den globalen Lieferketten führen.“