Prognose gekippt: Drastischer Gewinneinbruch bei Oberpfälzer Autozulieferer Grammer

Von Lorenz Nix · 7. Februar 2025 um 15:40

Der Automobilzulieferer Grammer aus Ursensollen (Lkr. Amberg-Sulzbach) hat am Freitagnachmittag eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Dramatisch ist der Rückgang beim Ergebnis vor Steuern im vierten Quartal des vergangenen Jahres.

In einer Ad-hoc-Meldung heißt es, das Unternehmen verzeichne auf Basis vorläufiger Zahlen im vierten Quartal einen Konzernumsatz von knapp 450 Millionen Euro – ein Rückgang von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Steuern (EBIT) ging demnach für den Zeitraum von Oktober bis November 2024 auf rund 3,6 Millionen Euro zurück. Im vierten Quartal 2023 lag der Wert deutlich höher: bei 30,6 Millionen Euro.

Grund für den drastischen Rückgang sind laut Grammer höhere Kosten aufgrund schwankender Werksauslastungen sowie der Umsatzrückgang. Letzterer erkläre sich aus einer schwachen Nachfrage, teilt das Unternehmen mit. Der Oberpfälzer Zulieferer hat nun auch seine Prognose für das Geschäftsjahr 2024 angepasst: Statt einem Konzernumsatz von etwa zwei Milliarden Euro werden nun 1,9 Milliarden Euro erwartet. Das EBIT werde wohl bei etwa 41 Millionen Euro liegen – deutlich unter dem prognostizierten Vorjahreswert von 56,8 Millionen Euro.