Pläne für Burglengenfelder NAC werden immer spannender: Zieht Edeka in den Ersatzneubau?

Von Thomas Rieke · 10. April 2025 um 05:00

Die jüngste Sitzung des Burglengenfelder Bauausschusses schien mit Blick auf die Tagesordnung eine eher langweilige Angelegenheit zu werden. Dank der Anfragen mehrerer Räte war dann aber das Gegenteil der Fall. Mehrere interessante Projekte kamen zur Sprache – zum Beispiel die Modernisierung des Naabtalcenters (NAC).

Bernhard Krebs (SPD) erkundigte sich einmal mehr nach dem Stand der Dinge, nachdem schon seit vielen Monaten nichts Neues mehr dazu zu hören gewesen war.

Im Karstgebiet ist weiter Vorsicht geboten

Wie berichtet, haben die neuen Eigentümer, eine Fondsgesellschaft mit Hauptsitz in London sowie die Modulus Real Estate in Hamburg, Mitte 2023 ehrgeizige Pläne vorgestellt. Sie sehen für den ehemaligen Baumarkt einen modernen Ersatzneubau vor, der mindestens vier Fachmärkte beherbergen soll. Das Investitionsvolumen sollte schon damals nah am zweistelligen Millionenbereich liegen.

Auch das könnte Sie interessieren: In Maxhütte-Haidhof gibt es eine Kontroverse über die Baulandpreise.

Bürgermeister Thomas Gesche (CSU) erklärte nun, sämtliche Planungen liefen weiter auf Hochtouren, und man stehe mit dem Projektentwickler laufend in Kontakt. Aufgrund der besonderen geologischen Situation (Karstgebiet) hätten sich jedoch einige Probleme ergeben.

So habe sich herausgestellt, dass das Parkplatzareal umstrukturiert werden müsse. Eventuell sei auch ein weiteres Sickerbecken erforderlich. Die Vorarbeiten hätten somit mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht. Nichtsdestotrotz sollten heuer die Abbrucharbeiten beginnen. Den Spatenstich für den Neubau stellte Gesche für das kommende Jahr in Aussicht.

Bürgermeister: Verträge sind noch nicht gezeichnet

Welche Geschäfte im Einzelnen im Neubau angesiedelt werden, konnte oder wollte der Bürgermeister nicht verraten. Die Vertragsgespräche seien noch nicht abgeschlossen, sagte er. Unter den vier angekündigten Fachgeschäften seien aber „ein Drogerie- und ein Lebensmittelmarkt“.

In diesem Zusammenhang erreichte die Redaktion von anderer Seite die Information, dass es sich bei dem Vollsortimenter mit hoher Wahrscheinlichkeit um Edeka handeln dürfte. Die Einkaufsgenossenschaft ist bereits seit vielen Jahren im NAC angesiedelt und stellt dort einen Magneten dar. Nur einen Steinwurf entfernt soll nun der Kaufmann, der den Edeka-Markt selbstständig betreibt, unter einem modernen Dach wesentlich mehr Verkaufsfläche erhalten. Auf rund 3000 Quadratmetern entstehe einer der „größten Edekas Bayerns“, heißt es.

Offiziell wollte dies noch niemand bestätigen. Der Geschäftsführer von Modulus, Carl-Christoph Pieper, bat um etwas Geduld. In rund zwei Monaten könne er aber „Spannendes“ berichten. Etwas kryptisch drückte sich ein Pressesprecher der Edeka Südbayern in Gaimering aus. Er teilte mit, der Handelsriese überprüfe regelmäßig sein gesamtes Verkaufsstellennetz auf Optimierungspotenzial. Vor diesem Hintergrund könne er sagen, „dass auch Burglengenfeld innerhalb unserer Überlegungen eine Rolle spielt“.

Droht der nächste Leerstand?

Bürgermeister Gesche würde eine Vergrößerung von Edeka, angesiedelt im Ersatzneubau des NAC, begrüßen. Dies wäre „eine attraktive Neubelebung“. Teile der Opposition machen sich indes Sorge, ein Umzug würde zwangsläufig den nächsten längeren Leerstand nach sich ziehen – und das direkt neben der Zufahrt zum Einkaufszentrum. Gesche hält dagegen: Auch der Edeka-Altbau würde gewiss einer „hochwertigen“ Nutzung zugeführt.