Wintergarten für jedes neue Zimmer: Diakonie baut Pflegeheim in Neumarkt um

Von Wolfgang Endlein · 8. April 2025 um 19:00

Der Bausenat des Neumarkter Stadtrats hat grünes Licht für den Umbau eines Neumarkter Pflegeheims gegeben. Außerdem hat die Stadt weitere private Bauprojekte mit einem Umfang von mehreren Millionen Euro an Investitionen genehmigt.

Die Diakonie Neumarkt, Altdorf und Hersbruck muss das aus den 1960er Jahren stammende Martin-Schalling-Haus an die neue bayerische Gesetzgebung anpassen. Wohnheime für Menschen mit Behinderung sowie Alten- und Pflegeheime müssen barrierefrei sein. Deshalb steht ein größerer Umbau an, der aber auch Nutzen über die Barrierefreiheit hinaus bringt.

Der Kern der Verjüngungskur für das Haus sind die 17 neuen und größeren Zimmer für Bewohner. Dafür wird ein bestehender Erweiterungsbau um ein Geschoss aufgestockt. Die Zimmer werden insbesondere bei den Bädern mehr Komfort bieten und, so war im Bausenat zu erfahren, jeweils einen Wintergarten haben.

Martin-Schalling-Haus erhält ein weiteres Geschoss

Bislang sind die 17 Zimmer für Bewohner im Erdgeschoss. Dort sollen stattdessen Mikro-Appartements für Pflegekräfte und Azubis entstehen. Zudem ist der Plan, den bislang nicht vollständig barrierefreien Eingangsbereich umzubauen. Er soll sich in das Quartier zum Weiher hin öffnen. Es ist eine Terrasse angedacht, die ein Café für Bewohner und Besucher beinhalten soll. Im Weiteren plant die Diakonie, das Gebäude energetisch zu sanieren und die Technik auf den neuesten Stand zu bringen. Noch 2025 soll der Umbau bei weiter laufendem Betrieb starten und im Sommer 2027 fertig sein.

Neben dem Bauprojekt der Diakonie genehmigte die Stadt etliche weitere. Darunter unter anderem drei Reihenhäuser, die die Kellermann Wohnbau GmbH in Pölling (Bischof-Dr.-Rackl-Straße) baut, und vier durch die RS-Wohnbau in Woffenbach (Rohrweg).

Hinzu kommen weitere kleinere Projekte. Insgesamt haben die genehmigten Vorhaben laut Stadt ein Investitionsvolumen von 11,2 Millionen Euro. Seit Jahresbeginn sind es sogar 32,8 Millionen Euro. Mit den seither genehmigten Projekten könnten 39 neue Wohneinheiten entstehen.