Schreck lass nach: Ein Erhängter in Furth im Wald beim Filmdreh zu „Im Zeichen des Drachen“

Von Alexander Frimberger · 6. April 2025 um 18:30

Spektakuläre Szenen haben sich am letzten Drehtag des Bayerwaldkrimis „Im Zeichen des Drachen“ abgespielt. Zunächst hing über Stunden eine Leiche am Torbogen zum Schlossplatz, im Anschluss daran folgte eine rasante Verfolgungsjagd.

Schon die ersten beiden der insgesamt 20 Drehtage fanden in Furth im Wald statt. Am Sonntagmorgen machte sich die Filmcrew wiederum auf in die Drachenstadt. Diesmal standen nicht Erol Sander, Charles Rettinghaus und Amira Aly im Mittelpunkt des Geschehens, sondern mit Verena Kringe und Erdogan Atalay zwei weitere Schauspieler der ersten Garde. Bekannt sind sie unter anderem aus der deutschen Actionserie „Alarm für Cobra 11“.

Beide spielen Gesetzeshüter, die sich am Drehtag mit einer erhängten Leiche konfrontiert sehen und schließlich die Verfolgung eines Verdächtigen aufnehmen müssen.

Viel Geduld ist gefragt

Wer einmal einen Tag an einem Set verbracht hat, weiß, dass man viel Geduld mitbringen muss. Das galt vor allem für die Stuntfrau, die den Erhängten spielte und dafür rund drei Stunden mit stoischer Gelassenheit im wahrsten Sinne des Wortes in den Seilen hing: bewundernswert.

Immer wieder folgte eine Einstellung aus einer anderen Kameraperspektive, musste die Szene wiederholt werden, weil Regisseur Enrico Saller sowie seine Co-Regisseurin und Lebensgefährtin Marina Hoeft nicht ganz zufrieden waren. Drei Stunden Dreh ergeben an diesem Tag rund eine Minute fertigen Film, verrät Saller. Mehr als drei bis sechs Minuten kommen pro Drehtag grundsätzlich nicht zusammen, sagt der Filmprofi.

Freundschaftliche Atmosphäre am Set

Trotzdem, die Stimmung ist gelöst, vom Tontechniker über den Kameramann bis hin zu den Komparsen, alle sind zwar konzentriert aber entspannt bei der Sache. Es herrscht eine freundschaftliche Atmosphäre. Das zeichnet für Saller alle Drehtage aus. Egal ob Hauptdarsteller Erol Sander, der seine absolute Traumbesetzung und inzwischen zum wichtigen Berater und guten Freund geworden ist, oder alle anderen am Set Beteiligten vor und hinter der Kamera, Saller hat für alle ein großes Dankeschön. Das gilt auch für die Verantwortlichen bei der Stadt Furth im Wald. Feuerwehr, Polizei, Drachenmannschaft, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen beigetragen haben. Bis 23 Uhr wurde am Sonntag noch gedreht, am Montag wird die Crew verabschiedet.

Anschließend, verrät Hoeft, dreht man noch ein paar Drohnenaufnahmen. Bevor es dann zum Schnitt ins Studio geht, heißt es erst einmal zwei Tage durchschnaufen. Das fertige Ergebnis soll dann Ende Oktober, Anfang November zu sehen sein.

Für eine Einstellung wurde der Kameramann nach oben gebracht.
Enrico Saller in seinem Element Fotos: Frimberger
Auch die Komparsen mussten Geduld haben, weil einige Szenen häufiger wiederholt wurden. Zum Dank gab es ein Gemeinschaftsfoto mit Erdogan Atalay (knieend li.) und Verena Kringe (hi. 6. v. li.).
Erdogan Atalay in Aktion.
Nach Stunden endlich vom Seil befreit.
Die Feuerwehr half vor Ort
Sieht ganz schön gruselig aus, auch wenn natürlich nichts passiert ist.
Sprint zum wartenden Pkw.
Der Tonmann bei der Arbeit.
Spurensicherung wartete auf ihren Einsatz.
Die einzelnen Szenen immer fest im Blick.
Saller und Hoeft besprechen sich.
Zwischendurch gab es für das Opfer mal eine Pause auf der Leiter.
Amira Aly am Set des ersten Drehtages
Am Set des ersten Drehtages
Charles Rettinghaus am Set des ersten Drehtages
Verena Kringe am Set des ersten Drehtages
Am Set des ersten Drehtages
Am Set des ersten Drehtages
Am Set des ersten Drehtages
Am Set des ersten Drehtages
Am Set des ersten Drehtages