Heike Faltermeier soll Bürgermeisterin bleiben: CSU Bruck nominiert die Rathauschefin einstimmig

Von Renate Ahrens · 4. April 2025 um 17:00

Viel Arbeit gebe es in Bruck – und sie selbst sei noch nicht fertig, erklärte Bürgermeisterin Heike Faltermeier bei der Mitgliederversammlung der CSU. Einstimmig wurde die 53-Jährige zur Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2026 nominiert.

Für eine mögliche weitere Amtszeit als Rathauschefin habe sie sich bereits viele Gedanken gemacht, denn die Marktgemeinde stehe in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen, sagte Faltermeier. Viele Projekte seien jedoch bereits auf den Weg gebracht worden wie der Neubau des Kinderhauses oder des Hochbehälters in Vorderrandsberg, blickte sie zurück.

Von den 96 Mitgliedern des CSU-Ortsverbands – der laut Faltermeier der viertgrößte des Landkreises ist – waren zur Versammlung 31 erschienen. Und alle gaben der amtierenden Bürgermeisterin ihre Stimme und somit ihr Vertrauen für eine weitere Amtszeit.

Mit 64,2 Prozent der Stimmen war Faltermeier im Jahr 2020 als erste Frau in diesem Amt in Bruck gewählt worden – ein „Meilenstein“ in der Geschichte des Markts. „Ich bin angetreten, um zu beweisen, dass Politik auch anders geht – dass Politik ein Miteinander sein kann und nicht abgekoppelt von der Bevölkerung stattfindet“, sagte sie.

Beweisen wollte sie zudem, dass Politik „ehrlich sein und man auch Fehler zugeben kann und man Verantwortung übernimmt“, erklärte die Bürgermeisterin. Auch sei es ihr nie um ihre politische Karriere gegangen, sondern darum, für die Bürger das Beste zu erreichen.

Brucker Bürgermeisterin sieht viele Herausforderungen

Drängende Fragen stünden in Bruck schließlich noch an: Faltermeier nannte das Verkehrs- und Wohnraumproblem, die Schaffung von guten Bildungsangeboten und Arbeitsplätzen und die Nachhaltigkeit. „Wie steuern wir eine Entwicklung im Tourismus, welche auch den Interessen der Bürger gerecht wird?“, sei eine weitere Frage, die sie beschäftige – und die sie lösen wolle, erklärte Faltermeier.

Der zweite Bürgermeister Robert Feuerer, den ebenfalls die CSU stellt, lobte die bisherigen Erfolge Faltermeiers. „Die Gesprächskultur im Marktrat hat sich verbessert, wie auch die Stimmung im Rathaus. Ich könnte mir niemanden vorstellen, der es besser machen könnte“, sagte er.

Unmittelbar nach ihrer Wahl 2020 hatte die Bürgermeisterin die Pandemie getroffen, doch das habe ihr auch Zeit und Raum verschafft, sich gründlich einzuarbeiten – schließlich kam sie aus der freien Wirtschaft. Seit nunmehr zehn Jahren ist sie Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Bruck, und auch in diesem Amt wurde sie einstimmig bestätigt.

Überhaupt gab es keinerlei Überraschungen bei der Wahl des Vorstands und der weiteren Ämter, und das ist laut Feuerer auch gut so. „Wir brauchen für die anstehende Kommunalwahl eine starke Mannschaft“, betonte er.

Vorstandschaft der Brucker CSU wurde bestätigt

Eine weitere Amtszeit treten als Stellvertreter der Ortsvorsitzenden Thomas Schächerer und Jürgen Hofmann an. Schatzmeister bleibt Robert Feuerer und als Schriftführer fungiert weiter Horst Palmer. Richard Dirscherl und Peter Faltermeier bleiben Kassenprüfer. Zudem wurde ein neues Amt geschaffen: Zum Digitalbeauftragten wurde Lukas Birner gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Zudem wurden Delegierte für die Kreisversammlung bestimmt: Heike Faltermeier, Emilia Müller, Jenny Lehmer, Robert Feuerer, Bernhard Schmidbauer, Lukas Birner, Claudia Birner, Nico Schindler, Sebastian Beck und Thomas Schächerer. Als Beisitzer fungieren Nico Schindler, Anton Glomann, Konrad Dirscherl, Gerhard Meier, Michael Windl, Maria Spandl, Bernhard Schmidbauer und Daniel Hartmann.

Landrat Thomas Ebeling (CSU) bedankte sich bei der Bürgermeisterin und den CSU-Mitgliedern und zollte Respekt für alle, die sich ehrenamtlich engagieren – wobei man oft vergesse, dass auch Politik ein Ehrenamt sei. „Die Zeiten werden nicht einfacher“, erklärte er und appellierte, weiterzumachen. Sein Dank galt auch Staatsministerin a. D. Emilia Müller als „gute Ratgeberin mit viel Politikerfahrung“. Faltermeier ehrte außerdem langjährige Mitglieder, darunter für 55 Jahre Alois Ziegler und Georg Dirscherl.

Auch weiterhin wolle sie über Parteigrenzen hinweg arbeiten und konstruktive Dialoge mit den Nachbargemeinden pflegen, erklärte Faltermeier abschließend. Ihren Werten und Überzeugungen wolle sie treu bleiben – auch gegen manche Widerstände.