Recyclinghof soll ausgelagert werden: Umzug vom Brucker Bauhof an die Grubmühlstraße geplant

Von Agnes Feuerer · 22. März 2025 um 05:00

Bruck braucht einen neuen Recyclinghof. Der Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Recyclinghofs in der Grubmühlstraße 7 stand auf der Tagesordnung des Bau- und Grundstückausschusses. Der Beschluss erfolgte am Ende einstimmig.

Die Marktgemeinde sei schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Standort für den Recyclinghof, erläuterte Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU). Die aktuelle Situation beim Bauhof sei sehr unvorteilhaft. Bei einem ersten Gespräch mit Franz Schabmüller habe dieser Bereitschaft signalisiert, das Grundstück an der Grubmühlstraße an die Gemeinde zu verkaufen. Mittlerweile habe es – wegen der Nähe zum Sulzbach – ein Vorgespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt gegeben, ebenso mit der unteren Naturschutzbehörde. Beide Ämter haben laut Faltermeier keine Einwände.

Bereits 2019 stellte die SPD einen Antrag zum Recyclinghof

Um nicht sprichwörtlich die Katze im Sack zu kaufen, stellte die Marktgemeinde eine Bauvoranfrage, um „belastbare Stellungnahmen“ der Fachstellen zu erhalten. Eine Detailplanung, wie die Container und die Verkehrswege angeordnet werden, soll erst nach Erhalt eines positiven Vorbescheids erfolgen.

Robert Feuerer (CSU) merkte an, dass die SPD-Fraktion bereits 2019 einen Antrag auf Neubau des Recyclinghofs gestellt habe. Damals war ein Grundstück an der Nittenauer Straße vorgesehen. Dieses Ansinnen habe die CSU nicht mitgetragen, da sie den Standort als ungünstig empfunden habe.

„Jeder weiß, dass die Situation im Bauhof mehr als ungünstig ist und dass es gut wäre, wenn der Recyclinghof ausgelagert werden könnte“, so Feuerer.

Gerd Habermeier (SPD) hakte nach, ob die im Plan eingezeichneten Glascontainer dann nur noch zu den Öffnungszeiten des Recyclinghofs zugänglich wären? Auch fürchte er, dass das neue Gelände zu eng sei und die Situation eventuell noch schlechter wäre als momentan. Die geplante Zufahrt sei, seiner Meinung nach, viel zu eng. Lorenz Bräu (FW) erwiderte, dass er nicht glaube, dass es schlimmer komme. Eventuell könne man das Grüngut auch auslagern. Der Monat März sei sicher die Hochzeit für die Grüngut-Anlieferung, während das Jahres würde sich der Ansturm hier in Grenzen halten. „Alles ist besser als die momentane Situation“, so Bräu.

Markus Glück (SPD) betonte, dass man bereits 2019 die Möglichkeit gehabt hätte, den Recyclinghof auszulagern – auf ein Grundstück, das der Gemeinde schon gehört. Jetzt müsse man ein Grundstück kaufen und auch die Hochwassersituation müsse man dort im Auge behalten. Robert Feuerer warf ein, dass der von der SPD vorgeschlagene Standort an der Nittenauer Straße damals einfach nicht ideal gewesen und dieses Grundstück mittlerweile verkauft worden sei. Sollte der neue Platz 300 000 Euro oder mehr kosten, sei er nicht dafür, diesen zu erwerben, so Glück.

Hundelaufwiese grenzt direkt an den geplanten Standort an

Sollte das Grundstück an der Grubmühlstraße doch zu klein sein, könne man ja ein Stück von der angrenzenden Hundewiese mit dazunehmen, da sich dieses im Besitz der Gemeinde befinde, erläuterte die Bürgermeisterin. Am Ende stimmten alle Ausschussmitglieder für den Antrag auf Vorbescheid für die Errichtung eines Recyclinghofs in der Grubmühlstraße 7.

Der Antrag auf eine brandschutztechnische Sanierung und Nutzungsänderung zweier Produktionsstätten der Firma FS Real Estate GmbH & Co. KG war eigentlich eine Tektur zur bereits bestehenden Baugenehmigung vom Januar 2023 und wurden einstimmig genehmigt. Gegen die von der Stadt Roding beschlossene Änderung des Bebauungsplans Neubäu Ost gab es keine Einwände.

Neue Toiletten für die Sandoase bis zur Saison 2026

Ablehnung: Eine kurze Diskussion gab es über das weitere Vorgehen zum An- oder Neubau einer Toilettenanlage in der Sandoase. Der Antrag der FW in der vorangegangenen Sitzung wurde abgelehnt.

Einigkeit: Alle Fraktionsmitglieder sahen aber die Notwendigkeit, dort Abhilfe zu schaffen – nur nicht in der Form, wie die Freien Wähler es wollten. Einstimmig wurde Bürgermeisterin Heike Faltermeier ermächtigt, ein Planungsbüro mit einer Konzeptplanung für einen An- oder Neubau von Toiletten in der Sandoase zu beauftragen. Für die Planung werden im Haushalt 2025 4000 Euro eingestellt.

Zeitplan: Es soll darauf gedrängt werden, dass die Toilettenanlage zur Badesaison 2026 fertiggestellt ist. Dies wurde von den Ausschussmitgliedern ebenfalls einstimmig so beschlossen.