Freie Wähler fordern neue Toiletten – Sanitäranlagen in der Sandoase in Bruck sind unzureichend

Von Agnes Feuerer · 9. März 2025 um 05:00

Bei der jüngsten Sitzung des Brucker Marktrats(Landkreis Schwandorf) wurde über einen Punkt lange und ausführlich diskutiert. Es ging dabei um den Antrag der Freien Wähler auf Anbau von zwei Toiletten an den bestehende Kiosk in der Sandoase.

Es wurde beantragt, auf der Nordwestseite des Gastronomiegebäudes zwei weitere Toiletten zu errichten, so dass insgesamt vier Toiletten zur Verfügung stünden.

Joachim Hanisch (FW) erläuterte diesen Antrag, der entstand, weil es in der Sandoase nur eine Damen- und eine Herrentoilette gibt und diese, weil die Sandoase mittlerweile sehr gut besucht ist, nicht ausreiche. Deswegen sehe er diesen Anbau nicht als Luxus an. Er habe in Vorfeld mit einem Architekten Kontakt aufgenommen, der ihm die Auskunft gab, wenn die Planung die Gemeinde mache und die Ausführung der Gemeindliche Bauhof erledigt, dann kommt dieser Anbau auf 25.000 bis 30.000 Euro.

Container ist keine Lösung

Die Containerlösung, die es momentan auf dem Gelände noch gibt, kostet ja auch einiges und so würden sich die Kosten für den Anbau bald amortisieren. Er kritisierte dann die Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung, die darauf hinweist, dass derzeit eine zeitnahe Planung durch die Verwaltung nicht möglich sei und dafür ein Planungsbüro beauftragt werden solle. Außerdem sollte noch ein Fettabscheider mit eingebaut werden. Dies alles würde Kosten von insgesamt rund 80.000 Euro verursachen. Der Fettabscheider sei sicherlich von Nöten, so Hanisch, aber die Kosten müssten von dem Bau der Toiletten abgezogen werden.

Wenn an den Bestand angebaut wird, könne es doch nicht so viel kosten, war sein Einwurf. Hier hielt Bürgermeisterin Heike Faltermeier (CSU) dagegen, dass die Gemeindearbeiter weder die Planung noch den Bau der Toilettenanlagen selber machen können, da momentan das Personal nicht zur Verfügung stehe. Außerdem sei sie der Meinung, dass nicht nur zwei, sondern eventuelle vier Toiletten und eine Behindertentoilette in einem separaten Gebäude gebaut werden sollten. Dies, so habe sie sich schon erkundigt, könne dann über das Leaderprogramm mit 60 Prozent gefördert werden.

Man solle sich schon überlegen, ob man jetzt wieder an ein Flickwerk, was die Gebäude in der Sandoase seien, anbaut oder ob man in die Zukunft investiert und man ein Gebäude hinstellt, das Hand und Fuß habe. Man brauche in der Sandoase mehr Toiletten, das stehe außer Frage und der Sanitär-Container der jetzt dort steht, sei nicht die Beste Lösung.

Hanisch konterte, dass er aber nicht warten möchte, bis es Zuschüsse gibt. Er möchte, dass die Toiletten dieses Jahr noch gebaut werden. Robert Feuerer (CSU) betonte, dass die Toiletten kein Luxus sind und man auf jeden Fall eine Lösung finden müsse. Er sehe auch, dass die Gemeinde momentan keine Möglichkeit habe, dies selber zu realisieren. Deshalb wäre er auch für den Vorschlag der Bürgermeisterin, diese von einem Büro überplanen zu lassen, Fördergelder abzugreifen und im kommenden Frühjahr mit dem Bau zu beginnen.

Auch Gregor Wettinger (SPD) betonte, dass man sich auf diesem Gebiet Gedanken machen müsse und vor allem dass es, wenn man schon Baumaßnahmen durchführt, dies auch mit einem guten Konzept gemacht werde. Sonst, so Wettinger, müsse man in ein paar Jahren wieder Geld in die Hand nehmen und dann käme man auf die gleichen Kosten. Man solle den Punkt vertagen, um ihn genauer durchplanen zu können.

Thema wurde vertagt

Rudi Sommer (Grüne) warf ein, dass Bruck eine Tourismus-Gemeinde sei und man schon deshalb etwas brauche, was Hand und Fuß hat. Er sei dafür, dass eine Grundlagenermittlung beschlossen wird, damit ermittelt werden könne, was gebraucht werde und was es kosten werde. Dann könne man eventuell auch ein öffentliches WC im Marktbereich mit überplanen.

Gerd Habermeier (SPD) brachte dann in Erinnerung, dass man vor einiger Zeit bei einer Klausurtagung den Neubau eines Funktionsgebäudes angedacht hatte, wo der Kiosk, die Toiletten und Räume für die Wasserwacht integriert sind. Man könne dies doch eventuell mit überplanen. Heike Faltermeier versprach, diesen überarbeiteten Punkt bei der nächsten Sitzung des Bau- und Grundstückausschusses wieder auf die Tagesordnung zu setzten. Joachim Hanisch bestand aber darauf, dass über den Antrag der Freien Wähler so abgestimmt wird, wie er gestellt wurde. Dieser Antrag wurde dann mit 5:11 abgelehnt.

Abstimmungen

Bebauungsplan: Einstimmig beschlossen wurde der Beschlussvorschlag auf Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan Sollbach Am Moosbüchl II, da diese Aufstellung nicht weitergeführt werden kann.

Strom und Erdgas: Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der Abschluss eines Dienstleistungsvertrags mit der enPortal GmbH für die kommunale Strom und Erdgasbeschaffung.