Störche sind auf „Wohnungssuche“ zwischen Forsthaus und Sparkasse in Mitterdorf

Von Oliver Hausladen · 5. April 2025 um 05:00

Seit einigen Tagen landen mehrere Weißstörche auf den Hausdächern von Mitterdorf und suchen aufgeregt mit Klappern nach einer Nistmöglichkeit, wie Roland J. Franzen beobachtet hat.

Da der Horst auf dem ehemaligen Landratsamt seit Jahren regelmäßig besetzt ist, müssen die Neuankömmlinge einen anderen Standort finden. Es biete sich dabei ein hohes öffentliches Gebäude wie das Forstamt in Mitterdorf an, da in der nächsten Umgebung genügend feuchte Wiesen für die Nahrungssuche vorhanden sind, weiß Franzen.

Der Weißstorch, eine Vogelart, die in Haus und Hof mit den Menschen lebt, ist bei vielen sehr beliebt. Der Kosmos-Naturführer schreibt, dass für die Erhaltung keiner anderen Vogelart so aufwendige Anstrengungen unternommen wurden wie für den Weißstorch mit seinem eindrucksvollen Flug. Trotzdem konnte der stetige Rückgang der Population bestenfalls verlangsamt werden. Über die Gründe für diese Entwicklung wurde viel diskutiert und publiziert, so Franzen.

Der Storch ist ein Brutvogel, der nur in bestimmte, traditionell besiedelte Landschaften kommt, wozu auch Roding gehört. Darauf sollte man stolz sein, findet Franzen, und den „wohnungssuchenden“ Störchen wenn möglich mit einer Bleibe helfen.

Der Vogel nehme gerne eine Nistunterlage auf dem Dach an, berichtet er. „Es wäre mehr als wünschenswert, solche Nistunterlagen zur Verfügung zu stellen“, unterstreicht Roland J. Franzen, und „zugleich ein Dank für die von Menschen verursachte Lebensraum-Zerstörung, Verdrahtung der Landschaft und Pestizide-Einatz in der Natur“.