Protest gegen Zug mit Atommüll am Bahnhof – Castor-Transport rollte nicht durch Regensburg

Bahn frei für Atommüll: Ein sogenannter Castor-Transport sorgt am Donnerstag für Aufsehen in Bayern – und rund um Regensburg. Der Zug mit Atommüll rollte einmal quer durch die Bundesrepublik und soll laut Plan am Donnerstagabend das Endlager bei Landshut erreichen. Entlang der Strecke gab es zahlreiche Proteste, so auch in Regensburg.
Die sieben Castor-Behälter mit deutschem Atommüll waren auf dem Weg ins bayerische Zwischenlager Niederaichbach am Standort des abgeschalteten AKW Isar (Landkreis Landshut). Aus diesem Grund hielt Greenpeace Regensburg am Mittwochabend eine Mahnwache am Hauptbahnhof Regensburg ab. Mit diesem Rücktransport werde deutlich, dass die Endlagerung nach wie vor ungelöst sei und Bayern den Ausbau von erneuerbaren Energien dringend vorantreiben sollte, betonte einer der Greenpeace-Aktivisten, Frank Gesche.
Castor-Transport rollt durch Bayern: Greenpeace Regensburg übt Kritik
Die Aktion richte sich nicht gegen die verbindliche Rücknahme, sondern gegen jeglichen Betrieb von Atomkraftwerken. „Es kann nicht sein, dass bis zum 1. April 2025 in Bayern ganze drei Windräder errichtet wurden und die Debatte zur Belebung der Atomkraft wieder anfängt“, so Frank Gesche von der Greenpeace Gruppe Regensburg.Unisono sind sich die Greenpeace-Aktivisten einig, dass es nicht mehr vermittelbar sei, über die Errichtung neuer Atomkraftwerke in Deutschland zu sprechen. „Atomstrom ist teuer, zudem gefährlich“. Die Erneuerbaren seien die Zukunft und bald auch noch billiger als Atomstrom.
Nicht nur in Regensburg gab es Proteste. Auch in Landshut, Weiden oder Ansbach gab es Demonstrationen gegen den Zug mit Atommüll.
Ob der Transport Regensburg tatsächlich passiert, schien zunächst unklar. Am Donnerstag stellte sich jedoch heraus: Er machte einen Bogen um die Domstadt und fuhr über das Altmühltal und München nach Landshut. Dort kam er am Nachmittag an.