Demografiefeste Kommune: Was wünscht sich die Jugend in Waldmünchen vom Stadtrat?

Was wünscht sich die Jugend in Waldmünchen? Das wollten die beiden Jugendbeauftragten der Stadt, Andreas Eisenhart und Anja Kürzinger, mit Hilfe eine Veranstaltung der Demografiefesten Kommune erfahren (wir berichteten).
Bei ihrem Bericht vor dem Stadtrat hoben Kürzinger und Eisenhart zunächst die Bedeutung der Vereine bei der Jugendarbeit hervor, um danach auf die in einem Kommunikationsspiel (Lego Serious Play) aufgetauchten Probleme und Wünsche der Jugendlichen einzugehen. Wichtigster Wunsch der Jugendlichen ist dabei der nach einem Treffpunkt, sagte Kürzinger. Die Jugendlichen nannten dabei Begrifflichkeiten wie Mopedtreff oder Reithalle.
Von Eisenhart wurde aber auch der Marktplatz in Verbindung mit dem Mehrgenerationenhaus ins Spiel gebracht. Ein anderer Wunsch der Jugendlichen war die Aufwertung des Perlsees. Hier sah Kürzinger in der Erneuerung des Beachvolleyballfeldes eine schell zu erfüllende Verbesserung. Ein anderer Wunsch der Jugendlichen war die Verbesserung des Außenbereichs im AquaFit. Ein Wunsch bei dem Eisenhart befürchtet, dass schnell die finanziellen Grenzen erreicht würden.
Lehrermangel wird auch in Waldmünchen beklagt
Während die Jugendlichen im Bereich Bildung mit der Ausstattung der Schulen zufrieden sind, beklagten sie allerdings allgemeine Probleme, wie den Lehrermangel und ausfallende Stunden. Größtes und in der Region zu lösendes Problem ist der Schulweg. Der ist insbesondere für Berufsschüler mit Unterricht in weiter entfernten Städten eine große Schwierigkeit. Eine Rolle spielen aber auch die nicht zufriedenstellenden Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier wolle man ein Gespräch mit dem Landratsamt suchen, teilten die Jugendbeauftragten mit. Ihr Wunsch war es allerdings auch , dass sich der Stadtrat mit den anderen von den Jugendlichen genannten Problemen befassen möge.
Bürgermeister Markus Ackermann lobte die „konzentrierte und begeisterte“ Mitarbeit der Jugendlichen. Ihm habe gefallen, dass die Jugendlichen nicht nur forderten, sondern auch die Komplexität der Themen wahrnehmen und viele Dinge berücksichtigen.
Fortschritte bei Radweg zwischen Balbersdorf und Katzbach?
Unter Wünsche und Anträge gratulierte Dr. Oliver Brückl der Verwaltung zunächst zu dem gerade entstehenden Radweg bei Geigant und fragte, ob auch der angedachte Radweg zwischen Balbersdorf und Katzbach Fortschritte mache. Bürgermeister Ackermann sagte, dass sich eine Lösung abzeichne. Er halte diesen Lückenschluss für genauso wichtig, wie es Brückl tue. Zudem baue Waffenbrunn derzeit einen Radweg in Richtung Balbersdorf.
1993 hat die Stadt 16 000 D-Mark aus dem Erbe von Josef Dietl erhalten. Dafür wurde das Grab gepflegt und das von Dietl gestiftete Glockenspiel saniert. Jetzt ist das Erbe fast verbraucht, die Reste werden zur Wohlfahrtspflege in den Haushalt überführt.
