Ehrenamtliche haben in Furth im Wald in wenigen Tagen 6500 klimaresistente Pflanzen gesetzt

Auch wenn alle Beteiligten immer wieder betonen, dass eine Landesgartenschau keine Blümchenschau ist, so braucht es dennoch eine große Anzahl an Blumen, Sträucher, Büschen und Bäumen. 6500 Stück werden innerhalb weniger Tage alleine auf dem Späthgelände in die Erde gebracht.
Biergärten ist das Thema, das die Besucher während der Gartenschau auf dem Späthgelände beschäftigen wird.
Exotische Pflanzen
Darüber hinaus gibt es eine weitere Strukturierung. Im, von der Lorenz-Zierl-Straße aus gesehenen, hinteren Bereich werden exotische Pflanzen und Bäume präsentiert, die in unseren Breiten (noch) nicht heimisch sind.
Dr. Kerstin Hofmann, bei der Landesgartenschau zuständig für Ausstellung und Betrieb, zählt einige Beispiele auf: Sedum ist dabei. Eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Dickblattgewächse. Es gibt sie in mehreren hundert Erscheinungsformen. Die wohl bekannteste, weil sie in vielen Haushalten auf dem Fensterbrett steht, ist die Fetthenne, wie sie umgangssprachlich genannt wird. Sedum können Bodendecker, aber auch in verschiedenen Höhen wachsende Gewächse sein. Ein weiteres Beispiel ist das winterharte Herbstkopfgras. Die niederen Stauden und Gräser werden zwischen Bäumen, wie dem Eisenholzbaum, der seinen Ursprung in Vorderasien hat, oder die Chinesin weiße Maulbeere eingepflanzt.
Im vorderen Bereich werden einheimische Pflanzen gesetzt. Bei den Bäumen sind das beispielsweise Blumenesche und Hopfenbuche, bei den niederen Pflanzen Kronen-Lichtnelker, Astern, Johanniskraut und Schafgabe. Insgesamt 6500 Einzelpflanzen werden auf dem rund 500 Quadratmeter großen Gelände verteilt. Auch wenn sie aus verschiedenen Regionen der Erde stammen, so eint sie alle doch eines. „Wir haben klimaresistente Vertreter ausgesucht, solche, die Hitze und Trockenheit in der Stadt aushalten können“, sagt Hofmann. Damit will man auch zeigen, wie der Biergarten der Zukunft aussehen könnte. „Die Kastanien machen das nicht mehr so gut“, sagt Hofmann. Vielleicht gelingt aber irgendwann auch, was mit der Ulme gelungen ist, sie nämlich klimaresistent zu züchten. Auch eine solche Vertreterin steht auf dem Späth-Gelände. In mehreren drei Stundenschichten packen Ehrenamtliche in Teams von drei bis fünf Helfern mit an und sorgen dafür, dass alle sechseinhalbtausend Pflanzen in den Boden kommen. Die Bäume dagegen wurden schon im Herbst in die Erde gebracht (wir berichteten). Alleine am Dienstag wurden 1000 Blumentöpfe in die Hand genommen. Am Mittwoch soll die Aktion abgeschlossen sein.
Hofmann platziert die einzelnen Pflanzen zuvor auf den angelegten Beeten, achten auf Abstände und die verschiedenen Entwicklungsphasen.
Anblick ist immer wieder neu
Einzelne Gattungen stehen immer in größeren Gruppen zusammen. So blüht immer etwas anderes, es rollt eine Welle über das Gelände. „So eröffnet sich dem Besucher bei jedem Besuch ein anderer Anblick.“
