MdL Julian Preidl beschirmt Bayerische Hebermeisterschaften der Jugend – und musste an die Gewichte

Dem Rodinger Bundesligisten TB 03 Roding wird erneut die Ehre zuteil, die Bayerische Gewichthebermeisterschaft der Kinder/Schüler/Jugend ausrichten zu dürfen. Der TB 03 hat vom Bayerischen Gewichtheber- und Kraftsportverband den Zuschlag erhalten. So werden am 19. Juli in Roding spannende Duelle der besten Nachwuchsheber aus ganz Bayern zu verfolgen sein.
Dieses sportliche Großereignis soll von einer Schirmherrschaft begleitet werden. Deshalb fand am Freitagnachmittag in der Rodinger Dreifachturnhalle ein nicht alltägliches „Schirmherrenheben“ statt. Passend zur Bayerischen Kinder/Schüler/Jugendmeisterschaft hatten die Verantwortlichen der Abteilung mit Christian Angermeier an der Spitze an einen jungen, sportlichen Schirmherrn gedacht. „Wir haben bei MdL Julian Preidl angefragt und ihn zum Kennenlernen auf die Trainingsfläche in der Rundturnhalle eingeladen. Gewichtheben ist ja eine Randsportart“, erläuterte Angermeier, und „wir wollten ihm auch unsere Vereins- und Jugendarbeit vorstellen“. Das könne man am besten bei einer Trainingseinheit.
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Gespannte Erwartung
Die Abteilungsleiter Christian Angermeier und Daniel Nowara empfingen Julian Preidl mit seiner Büroleiterin Elisa Köppen am Sportlereingang und hatten gleich ein kleines „Attentat“ vor. Preidl, der seine Sportklamotten dabei hatte, durfte seinen Anzug in ein TB-Gewichtheber-Outfit tauschen, ehe es gemeinsam auf die Trainingsfläche ging. Dort hatten sich bereits einige Heber sowie eine Gruppe von Kindern mit ihrem Trainer versammelt und waren gespannt, welcher Neuzugang vorgestellt werden sollte. Angermeier erklärte kurz, dass es ein besonderes Training mit einem Ehrengast sei. „Wir können uns dich gut als Schirmherr für die Bayerische Meisterschaft der Jugend vorstellen und freuen uns über die Zusage. Wir möchten unseren Schirmherrn mit einer Aufwärmphase und Hanteltraining an unseren Sport heranführen und diesen ihm näherbringen.“
Angermeier erläuterte, dass beim Gewichtheben neben Technik, Schnellkraft und Beweglichkeit auch eine Basis an Kraft wichtig sei. Bundesligaheber, die auch zum Teil am Stützpunkt trainieren, seien fünf- bis achtmal in der Woche auf der Trainingsfläche zu finden, Bezirksligaheber zweimal und Kinder zwei- bis dreimal.
Preidl bemerkte, dass er die Rodinger Gewichtheber medial verfolgt habe. „Ich bedanke mich für die Einladung zum Training und nehmen die Bitte gerne an“, sagte er. Besonders beeindruckt zeigte sich der Abgeordnete von der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Dieses Angebot sei auch wichtig für den Landkreis, denn „die Mitgliedern kommen aus sämtlichen Winkeln des Kreises“.
Mit Kraft und Technik Gewichte wuchten
Julian Preidl durfte hautnah erleben, was es heißt und welche Anstrengungen erforderlich sind, einige Kilogramm mit Kraft und Technik in die Höhe zu wuchten. Trotz seiner 84 Kilogramm Körpergewicht sieht er nicht gerade wie ein Kraftprotz aus, müsste aber dennoch in der Gewichtsklasse bis 89 Kilogramm in einer TB-Mannschaft antreten.
Trainer Gregor Nowara übernahm die Übungseinheit und erklärte die einzelnen Übungen mit einem Besenstiel. „Vielleicht entsteht ja heute eine Liebe zu einer neuen Sportart“, bemerkte Nowara. „Man kann nur gewinnen“, erwiderte Preidl. Nowara informierte über die Techniken beim Reißen und Stoßen und demonstrierte die einzelnen Phasen, bis das Gewicht zur Hochstrecke gebracht wird. Mit Startposition Hocke, weitarmigem Hantelgriff, Brust raus, Gesäß runter, anheben bis zu den Knien, öffnen bis Hüfte, Spannung holen und mit gestreckten Armen über den Kopf wuchten und halten. Da staunte Preidl nicht schlecht, dass beim Gewichtheben nicht nur Kraft, sondern auch Hirnschmalz von Nöten ist. „Der ganze Körper muss arbeiten, bis hin zum Gehirn, um schwere Gewichte zur Hochstrecke bringen zu können“, verdeutlichte der Trainer, der dem Gast das Kompliment eines gelehrigen Schülers mit einer guten Beweglichkeit ausstellte.
Preidl, der früher Handball und Basketball gespielt hat, bezeichnete sich selber eher als Läufer. Spontan zehn Kilometer und Halbmarathon seien eher sein Ding, wobei Gewichtheben auch interessant sei. Trainer Nowara gönnte dem Politiker nur eine kurze Pause und bat wieder an die Hantel, um auch noch die Stoßtechnik zu üben. Angermeier erklärte währenddessen, dass es ca. 1000 Versuche bedarf, den jeweiligen Ablauf perfekt intus zu haben. Idealerweise sollte man mit zehn Jahren beginnen, die Technik zu üben, um eine gute Basis für die Zukunft zu haben.
„Hat mächtig Spaß gemacht“
„Das ,Schirmherrnheben‘ hat mächtig Spaß gemacht, und wir freuen uns, die Bayerische Meisterschaft der Kinder /Schüler/Jugendlichen am 19. Juli auszurichten“, resümierte Angermeier, der Preidl bestätigte, sich im ersten Training hervorragend geschlagen zu haben. „Gute Ansätze und ein gutes Maß an Beweglichkeit waren zu erkennen.“ Nach der körperlichen Anstrengung war die Brotzeit redlich verdient. In lockerer Runde baten die Rodinger Kraftsportler offiziell um die Übernahme der Schirmherrschaft.
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