Großer Arber beendet eine hervorragende Skisaison nach 108 Tagen

Von Maria Frisch · 29. März 2025 um 19:00

Am Sonntag ist die Skisaison am Bayerwaldkönig definitiv zu Ende. Aufgrund des Starts am 13. Dezember summierten sich 108 Tage Skibetrieb zusammen. Mit dem Ergebnis ist das Team der Arberbergbahn sehr zufrieden. Verschnaufpausen gibt es allerdings nahezu keine, weil nun die Fertigstellung des Bike-Parks oberste Priorität hat. „Wir behalten für die Eröffnung Ende Mai 2025 im Blick. Das ist sportlich, aber machbar“, gibt Betriebsleiter Thomas Eckl Auskunft.

Dem zurückliegenden Skiwinter sehr in die Karten gespielt haben die anhaltenden Frostnächte und die vielen Sonnentage. Da gab es nicht viele Ausnahmen, allerdings ausgerechnet bei den ersten beiden FIS-Rennen und der 8. Rotary-Skimeisterschaften kombiniert mit den Meisterschaften des BVS am 15. März, an dem die Natur zeigte, dass sie doch noch ein Wörtchen mitzureden hat und den Bayerwaldkönig mit undurchdringlichem Nebel umhüllte. Einen Tag später lachte bereits wieder die Sonne.

Präparieren bis zum Schluss

Momentan schmilzt der Schnee, jedoch wird bis zum Ende der Skisaison (30. März) jede Nacht präpariert. „Vorletzte Woche waren noch viele Leute da, größtenteils Sonnenanbeter, die noch richtig Lust am Skifahren verspüren“, erzählt Thomas Eckl, der zugegebenermaßen selbst überrascht von dem Andrang war. Mit dem Regen in dieser Woche wurde es ruhiger. Mit den Niederschlägen an den letzten Tagen kann der Arberbergbahnchef sehr gut leben. „Schlimmer wäre es gewesen, wenn es früher schon genässt hätte – wie letztes Jahr im Februar“, bewertet Eckl die Lage. Den Schnee auf der Piste werde man noch eine Zeitlang sehen. Aber Hauptsache, die Saison war super.

Es gibt praktisch keine Wartezeit und geht nahtlos weiter. Die Firma Trail-Tech hat bereits in dieser Woche mit Restarbeiten am Bike-Park begonnen. Durch die gestiegenen Temperaturen zieht sich auf den Strecken die weiße Pracht ziemlich rasch zurück, weil sie ja dort nicht verdichtet wurde. An den Außenanlagen müsse noch einiges gemacht werden und die Schlepplifte warten auf den Umbau. Der Skibetrieb endete ja auf dem Thurnhofhang bereits am 16. März.

Umstellung auf Sommer

Für das Personal der Arberbergbahn vollzieht sich im Frühjahr ebenfalls eine ziemliche Umstellung. „Ein Teil kommt beim Bikepark-Bau und ein anderer bei der Seilbahnrevision zum Einsatz“, erläutert Thomas Eckl die Einteilung. Bei der Seilbahnrevision sei heuer nur das Standardprogramm und keine außergewöhnlichen Maßnahmen fällig. „Eigentlich nur die normalen Wartungs-und Kontrollarbeiten. Wir müssen kein Seil tauschen oder so“, gibt der Wahlbodenmaiser Auskunft.

Am Sonntag, 30. März, fährt die Gondelbahn das letzte Mal in dieser Wintersaison. „Dann ist 14 Tage zu. An Ostern läuft sie fünf Tage vom Gründonnerstag bis Ostermontag“, schildert der Bergbahn-Chef. Ab 26. April werden dann am Wochenende Berg- und Talfahrten durchgeführt. „Am 17. Mai fangen wir wieder mit einem durchgehenden Seilbahnbetrieb an.“

Bezüglich der Eröffnung des Bike-Parks hat der Betriebsleiter bewusst keinen fixen Termin angesetzt, und wird dies auch in der nächsten Zeit noch nicht tun, um sich nicht zu knebeln. „Wir haben nach wie vor Ende Mai im Visier“, sagt der 33-jährige. Der Zeitplan orientiert sich am Baufortschritt des letzten Jahres. „Demzufolge ist der Eröffnungstermin durchaus realistisch“, weiß Eckl. Allerdings könnte auch Unvorhergesehenes eintreten, wie der Neuschnee am 22. April letzten Jahres. „Das würde uns im Zeitplan eventuell um eine Woche zurückwerfen.“

Für den Sommer

Nach Weihnachten startete das fürstliche Unternehmen marketingmäßig, um den Bike-Park zu bewerben. Man arbeite mit der Firma „Trailtech“ zusammen. Oberste Priorität habe „die Abfahrt durch den Wald und nicht über eine gerodete Fläche“.

Natürlich werde man das Netz TÜV-zertifizieren lassen, so dass beim Bau bereits deren Vorgaben Berücksichtigung fanden. „Die TÜV-Zertifizierung heißt nicht, dass sich niemand mehr weh tun kann, sondern, dass das Verletzungsrisiko minimiert wird“, so Thomas Eckl.

Im ersten Bauabschnitt aktiviere man den Thurnhofschlepplift. Dort hängt der Nutzer den Lenker am Bügelsystem ein, um sich hinaufziehen zu lassen. Analog dem Winterbetrieb sei die rechte Anlage mit Personaleinsatz für Anfänger, die linke für Könner gedacht. Die Steigerung der Strecken läuft genauso wie bei den Skifahrern ab. „Die Farbe Grün steht für die blutigen Anfänger, die blaue Piste ist ein leichter Parcours, während sich auf der roten Markierung die Geübten bewegen“, schildert der Betriebsleiter. Auf schwarze Profistrecken wird verzichtet.

75 Prozent der Strecken des Bike-Parks sind fertig. Der Rest erfolgt gerade. Foto: Thomas Eckl