Schlaflos in Regensburg: Wer oder was raubt einem den Schlaf?

Von Felix Jung · 8. April 2025 um 09:00

Manche Nächte werden zur Qual, wenn man sich hin und her wälzt und die Gedanken sich im Kreis drehen. Autor Felix Jung kann ein Lied davon singen.

Kürzlich stand etwas über den Mond in unserer Zeitung. Er sei womöglich schuld daran, dass Menschen nicht schlafen könnten. Zumindest glauben manche daran. Ich hätte mich ihnen gerne angeschlossen. Wer mag nicht einfache Lösungen für große Probleme. Und es ist ein Problem, wenn einem am nächsten Morgen der Schlaf abgeht.

Doch die simple Erklärung meines Problems ist perdu: Es hat momentan gar keinen Vollmond, nicht annähernd. Es wäre zu schön gewesen, wenn dieser ominöse Mann im Mond an dieser dummen Schraube gedreht hätte, dass ich nicht schlafen kann. Kaum in der Horizontalen angekommen, drehte es sich in meinem Kopf, immer um dasselbe – oder heißt es um das gleiche – Problem, das ich einfach nicht genau lokalisieren vermochte.

Also bin ich aufgestanden. Durch die Nacht gestapft. Habe versucht, das Problem quasi wegzugehen. Als ich zu den Lichtern an den Gleisen des Hauptbahnhofs hinunterblickte, die Lichter der Nachtzüge verfolgte, habe ich plötzlich die Synapsen meiner verborgenen Gedankenströme gesehen und mir ist eine Licht aufgegangen. Ich muss mal ausspannen, ausruhen, abschalten, wegfahren – nicht zum Mond, nur in die Ferne.

Zum Glück muss ich den Regensburger Schlafforscher und Psychologen Jürgen Zulley, der so wunderbar einfach alles rund um den Schlaf für einen Laien wie mich erklären kann, nicht bemühen und vorerst auch in keinem Schlaflabor nächtigen. Wie sagte er doch: Wir brauchen Schlaf, um kreativ zu sein. Recht hat er. Problem gelöst. Ganz simpel.